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REISEBERICHT   2. Tag - Freitag 31. Mai 2002

[Kanada] [BC] Vancouver


Gegen 04.30 Uhr habe ich ausgeschlafen. Margit noch nicht. Aber sie hat ja auch Geburtstag. Heute richtig und nochmal 24 Stunden lang.

Gegen 07.00 Uhr haben wir bereits unser gesamtes Gepäck im Auto verstaut, Alles passt prima. Zum Glück gibt es genügend Ablagen und Fächer. Und unter den Sitzen ist ja auch noch Platz.

Frühstück dann wie im Film: Strahlender Sonnenschein und bei STARBUCKS gibt es Muffins und Frappuccino. Um diese Zeit herrscht hier bereits reger Verkehr. Jogger, Businesspeople oder wer auch immer holen sich ihren Coffee und verschwinden wieder.

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Zwei Stunden später stehen wir im Fahrradverleih und holen uns zwei Räder, um die Stadt zu erkunden. Wer auch vorhat Vancouver zu besuchen, dem können wir das nur empfehlen: schnell, preiswert, unabhängig, keine Suche nach teuren Parkplätzen und man sieht wesentlich mehr als zu Fuss. Allerdings haben wir durch unsere spontane Entscheidung einen Verleiher in der Nähe des Hotels zu nehmen (das Auto steht noch in der Tiefgarage) gegenüber unserem ursprünglichen Plan, bei BIKES N'BLADES in der Denman Street zu mieten, sicher einiges mehr bezahlt.

Unser erstes Ziel ist der Stanley Park zwischen der English Bay im Süden und Burrard Inlet im Norden. Der über 4 m2 große Park schließt sich unmittelbar an Downtown an und bietet unheimlich viel. Absolut empfehlenswert ist die Seawall Promenade, ein guter Rad- und Wanderweg, der die Halbinsel auf etwa 10 km umrundet. Von überall bieten sich schöne Ausblicke auf die Stadt, über die English Bay, den Hafen oder die Coast Mountains. Direkt an der Promenade und der Straße steht auch eine schöne Sammlung von Totempfählen der Haida-Indianer. (Die Haida-Indianer zogen vor 200-300 Jahren von Queen Charlotte Island (Kanada) nach Alaska und leben heute im Süden der Prince of Wales Island. Die ca. 800 Indianer sind damit der nördlichste Ableger ihres Stammes (Quelle: www.alaska-info.de). )

An vielen Stellen bieten sich Abstecher in das Innere der Halbinsel an. Das gesamte Wegesystem hat eine Länge von mehr als 80 km. Wir machen u.a. einen Abstecher bis zum Aquarium (da wir hoffen Orcas und Belugawale in freier Wildbahn zu sehen, verzichten wir auf einen Besuch) und zum Beaver Lake. Wer baden will, der findet im Westen auch ein paar schöne Strände.

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Im Park kann man sich ohne sich zu langweilen locker einen ganzen Tag aufhalten. Da wir aber nicht so super viel Zeit haben, geht es am frühen Nachmittag zurück in die Stadt. Nach dem wir uns eine Weile in der Gastown (hier steht u.a. die Steam Clock, die zwar nicht mehr ganz korrekt läuft, aber dafür desöfteren pfeift oder Dampf ablässt, das zugrundeliegende Zeitschema wollte sich uns nicht ganz erschliessen) und an der Waterfront umgesehen haben, versuchen wir mit Hilfe der Tourismusinformation unsere Prepaid-Karte in Betrieb zu nehmen. Es will zwar niemand gelingen (wir hätten wohl lieber eine vom Hauptanbieter TELUS kaufen sollen), aber wir lernen eine nette Frau aus Deutschland kennen, die in den fünfziger Jahren aus Deutschland (Chemnitz) ausgewandert ist und sich hier total wohl und glücklich fühlt. Sonst wäre sie wahrscheinlich auch kaum noch hier.

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Ein kleiner Ausflug mit dem Auto führt uns in die angrenzenden Berge zur Capilano Suspension Bridge und zum Cleveland Dam. Allerdings ersparen wir es uns für extra Eintritt einmal über die wackelige Brücke zu laufen. Sogar um einen Blick auf die Brücke zu erhaschen, hätten wir den Eintritt bezahlen müssen.

Nach einem ersten Einkauf im Supermarkt (Lebensmittel sind i. allg. teurer als zuhause) fahren wir zu unserem ersten Campingplatz, dem Burnaby Cariboo RV Park. Mit 35 CAN $ liegt der im Preis deutlich über'm Durchschnitt. Aber der Platz ist dafür auch ziemlich komfortabel (incl. Schwimmbad und Whirlpool) und ausserdem wollen wir uns ja langsam umstellen.

Da wir von dem Tag ziemlich platt sind, gibts nur noch ein Minimalprogramm ohne Schwimmbad. Beim rein- und rausräumen sperren wir über so eine eigenartige Tastatur an der B-Säule unseres Autos das Ding zu! Zum Glück liegt der Schlüssel noch draussen. Das wäre ja was geworden. Also künftig aufpassen ...

Ach ja, Margit hat immer noch Geburtstag ...


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