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REISEBERICHT 5. Tag - Montag 03. Juni 2002
Lake Louise - Banff National Park
Ein sonniger Morgen :-) ...
Nach dem Frühstück geht es erst mal nach Lake Louise Village zum "shoppen". Hier steht relativ zentral direkt neben dem Visitor Centre ein kleiner Versorgungsbereich u.a. mit ein paar Souvenirshops, einem Lebensmittelladen, Post und einem Klamottenladen.
Unter anderem gelingt es uns endlich ein paar Propankartuschen für den Kocher zu bekommen. In einem Shop erstehen wir eine Doppel-CD (Best of CCR), die wir im Verlauf des Urlaubs annähernd 2.486 mal gehört haben, da der Radioempfang unterwegs wirklich dünn war. Ich kann sie jedenfalls nicht mehr sehen oder besser hören ...
In einem Sportgeschäft werden dann noch die Kreditkarten ordentlich beansprucht.
Unsere erste Tour führt uns heute zum Lake Louise, angeblich der meistbesuchte Bergsee der Welt.
Der Anblick ist im allerersten Moment etwas ernüchternd.
Von den Fotos kennen wir einen türkisfarbenen See vor einer imponierenden Bergkulisse. Im Rücken steht das Nobelhotel Chateau Lake Louise.
Die Berge und das Hotel sind auch noch da - dazu Unmengen von Schnee.
Doch leider ist der See noch zu etwa 80 Prozent zugefroren. Ja was jetzt? Haben wir Sommer- oder Winterurlaub gebucht?
Trotzdem unternehmen wir eine etwa zweieinhalbstündige Wanderung entlang des Seeufers auf dem "Plain of the six Glaciers Trail". Zu unserer Freude bei hervorragendem Wetter.
Nach einiger Gewöhnung gewinnt man dem Winterpanorama auch seine eigenen Reize ab.
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Vom Lake Louise geht es weiter zum Moraine Lake, der noch einmal einige hundert Meter höher liegt. Auch hier liegt der Grossteil der Wasserfläche noch unter einer Eisdecke.
Zurück von der Wanderung entlang des Seeufers müssen wir natürlich noch den Aussichtsfelsen erklimmen, von dem man einen atemberaubenden Ausblick über See und Berge hat.
Der Ausflug zum See - ein absolutes Muss!
Auf dem Icefield Parkway haben wir unser erstes Fast-Bärenerlebnis. Am Fahrbahnrand parkt ein Wohnmobil und auf der angrenzenden Wiese steht ein 800er Teleobjektiv.
Der Ami der dazugehört, scheint ein echter Freak zu sein. Er erzählt uns, dass er vor etwa einer Stunde hier einen Bären beobachtet hat. Darüber hinaus hat er noch diverse Stories zu den Bären im Park parat.
Er kommt wohl schon ein paar Jahre lang hier her und weiß ziemlich gut Bescheid. Nach etwa 15 Minuten geben wir erstmal auf - zumindest hat es für ein paar Elchkühe und ein Reh gereicht.
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Nach etwa 10 Minuten trollt er sich bergauf in den Wald und wird dafür etwa 50 m weiter links von einem zweiten Tier ersetzt. Weitere 5 Minuten später kommt noch ein braunes Tier hinzu. Unser Bärenfachmann ist der Meinung, dass es sich bei beiden Tieren um Schwarzbären handelt (schwarz=weiblich, braun=männlich). Das sähe man auch am "zärtlichen" Umgang miteinander. Im Normalfall gehen sich wohl Schwarz- und Braunbären aus dem Weg. Ausser von uns, wird die ganze Szenerie noch von jemand aufmerksam beobachtet. Wir sind nicht ganz sicher, ob es sich um ein Moose (=Elch(kuh)), einen Elk oder ein Wapiti handelt.
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Nach etwa 30 Minuten sind die Tiere wieder verschwunden. Mit dem Fernglas können wir sie noch eine Weile im Wald rumtoben sehen. Aber sie kommen leider nicht zurück.
Wir fahren selig zum Campingplatz zurück und vermerken S1 bis S3 (=Schwarzbär Nr. 1 bis 3) im Tagebuch.
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