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REISEBERICHT   8. Tag - Donnerstag 06. Juni 2002

[Kanada] [AL] [BC] Jasper National Park - Prince George - Chetwynd - Lynx Creek Campground


Nach einer ziemlich kalten Nacht (wir haben über 10 Stunden geschlafen) hat der Regen sich verzogen und uns begrüsst ein schöner Morgen. Vom Campingplatz ist die Gipfelstation des 2.464 m hohen Mt. Whistlers gut zu erkennen, also beschliessen wir mit der Jasper Tramway den Berg zu erklimmen. Von der Zufahrt zum Campingplatz gelangt man direkt auf die Stra&azlig;e zur Talstation. Eigentlich hatten wir auch grosse Lust den Berg zu Fuss zu erklimmen (10 km). Da aber für den Nachmittag schlechteres Wetter angesagt ist ziehen wir die Seilbahn vor.

Doch zuvor geht es noch zum Frühstück (Muffins - na klar) in Richtung Patricia Lake und Pyramid Lake. Allerdings müssen wir unser Frühstück etwas beschleunigt einnehmen, da am See ein starker und sehr kalter Wind weht. Der Pyramid Lake, bzw. die kleine Insel im See, ist Teil eines gerade fertiggestellten Tourismusprogramms. Alles neu und in sehr gutem Zustand - Wege, Bänke usw.

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Am Schalter der Seilbahn sind wir immer noch so rechtzeitig, dass wir mit der ersten Bahn nach oben können. Allerdings ist auf dem Gipfel der Wind noch so stark, das die Abfahrt sich um etwa 30 Minuten verzögert. Wie überall sind auch hier die Preise nicht unerheblich gestiegen. Im Reiseführer (Stand 1998) werden noch 12 CAN$ genannt, wir bezahlen 2002 immerhin schon 19 CAN$ p.P. Allerdings ist das Geld nach unserer Meinung bei schönem Wetter gut angelegt. Das Panaroma vom Gipfel ist atemberaubend (angeblich soll der Ort Jasper einem "J" ähneln). Wer mag kann auch noch etwa 200 m Höhenmeter bis zum eigentlichen Gipfel zulegen. Da es jedoch extrem kalt (0 Grad in der Anzeige und lt. Ansage gefühlt -15 Grad) und windig ist verzichten wir auf dieses Vergnügen.

Als wir wieder unten sind zieht sich der Himmel ziemlich schnell zu und es beginnt zu regnen. Also war die Entscheidung, den Berg nicht zu Fuss zu erklimmen, gar nicht so falsch. Aufgrund des schlechten Wetters beschliessen wir spontan, in der Hoffnung auf besseres Wetter, schon einen Tag eher weiter zu fahren.

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Zumindest unter dem Aspekt von Tierbeobachtungen erweist sich diese Entscheidung zunächst als goldrichtig. Bis zum Abend sehen wir etwa im 30-Minuten-Takt sage und schreibe 6 ausgewachsene und 4 Jung-Bären, zwei Elche und einen Koyoten. Insbesondere den Bären mit den Jungtieren schauen wir fasziniert zu, wie sie erst im Gras spielen und dann bei Gefahr auf die umliegenden Bäume klettern und sich dort verstecken. Eine Gruppe ist höchstens noch 30 m von uns entfernt. Die Elche machen einen etwas lebensmüden Eindruck, da sie eine ganze Weile an der Straße grasen und umherlaufen und erst kurz vor einem riesigen Lkw über die Straße rennen.

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Am späten Nachmittag erreichen wir Prince George. Zitat aus unserem Tagebuch: "Man hier möchte ich nicht begraben sein." Das Wetter ist zudem furchtbar und verstärkt unseren Eindruck nur noch. Auf der Straße hinter Prince George stossen wir fast mit einem Lkw zusammen, der gerade tollkühn versucht einen Camper zu überholen.

In Chetwynd biegen wir ab auf die Hudson Hope Loop. Uns treibt die Hoffnung auf besseres Wetter. Durch die viele Fahrerei haben wir fast zwei Tage Vorsprung zu unserer Planung. Sollte in Alaska das Wetter toll sein, soll uns das nur recht sein. Hinter Hudson Hope haben wir genug und übernachten auf dem Lynx Creek Campground, ein nicht gerade romantischer Ort, aber es gibt Duschen und die Waschräume sind sauber. Um uns vor dem Einschlafen noch etwas warm zu halten, passen wir uns dem allgemeinen Amerika an und lassen noch etwas den Motor und die Lüftung laufen.


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