| 01. | 02. | 03. | 04. | 05. | 06. | 07. | 08. | 09. | 10. | 11. | 12. | 13. | 14. | 15. | 16. |
| 17. | 18. | 19. | 20. | 21. | 22. | 23. | 24. | 25. | 26. | 27. | 28. | 29. | 30. | 31. | 32. |
REISEBERICHT 10. Tag - Samstag 08. Juni 2002
Liard River Hot Springs - Watson Lake - Simpson Lake Campground
SONNE, BLAUER HIMMEL - GEIL
Unser erster Besuch gilt praktischerweise den heißen Quellen, die diesem Ort seinen Namen gaben. Vom Parkplatz kann man über einen Holzsteg, der durch das sumpfige Gelände führt, bis zu den Quellen laufen.
Im Waldstück sehen wir, so wie man es sich vorstellt, einen Elch im knietiefen Wasser stehen.
Zum baden ist eher der Alpha Pool zu empfehlen (flacher und irgendwie angenehmer, allerdings auch mit mehr Besuchern).
Es gibt sogar Umkleidemöglichkeiten bei beiden Pools.
Das Wasser kommt mit 60 Grad aus der Erde - nicht zum aushalten. Erst nach ein paar Metern ist das Wasser so abgekühlt, das es sich aushalten lässt.
Auf halber Strecke zwischen den Pools liegen die hängenden Gärten.
(Sorry, aber uns geht es an diesem Morgen tierisch gut, wen wundert's. Das Wetter sieht ziemlich gut aus.)
|
|
|
|
Nachdem wir den Tag also durchaus angenehm begonnen haben, beschliessen wir, nochmal zurück zum Muncho Lake zu fahren.
Das das keine schlechte Idee war erfahren wir bereits nach ein paar Kilometern, als wir neben der Straße an einem Hang eine Bärenmutter mit zwei Jungen sehen.
Wir stehen bestimmt eine halbe Stunde an der Straße und beobachten die Tiere mit dem Fernglas.
Als wir weiter fahren, sehen wir nach etwa einem Kilometer einen Geländewagen der sich überschlagen hat und neben der Straße steht.
Der Fahrer sitzt blutüberströmt auf seinem Sitz, ist aber anscheinend bei Bewußtsein und ein weiterer Mann kümmert sich gerade um ihn.
Es ist der Fahrer eines Pkw, der als wir die Bären sahen noch unmittelbar vor uns gefahren ist...
Unser Hilfsangebot wird dankend abgelehnt, man hat wohl schon jemand Hilfe holen geschickt.
Am Muncho Lake ist traumhaftes Wetter. Während Margit sich in die Sonne an den See setzt, erkunde ich noch ein wenig die Gegend und mache ein paar Fotos.
Auch auf dem Rückweg entdecken wir wieder Bären. Einen Einzelgänger und eine Mutter mit zwei Jungen. Also das kann ruhig so weitergehen.
Als es der Mutter zu laut wird, weil immer mehr Autos halten und natürlich die Motoren laufen lassen, verziehen sich die Jungen auf Befehl auf einen nahegelegenen Baum und haben ruckzuck eine Höhe von 10 m erreicht.
An der Unfallstelle hat sich nach fast zwei Stunden noch nicht viel getan. Die Polizei ist zwar da und leitet den Verkehr zügig weiter, aber der Fahrer sitzt immer noch auf seinem Sitz, ein Krankenwagen ist nicht zu sehen.
Da werden mal die Nachteile dieser sonst so schönen weitläufigen Landschaft deutlich. Im Ernstfall kann es schon dauern bis Hilfe da ist.
|
|
|
|
Auf der anderen Straßenseite befindet sich das Northern Lights Centre. Hier dreht sich alles um das Thema "Nordlicht". Unter anderem gibt es auch Lasershows zu bewundern.
Wir waren nicht drin.
|
|
|
|
Für uns geht es jetzt in entlegenere Gebiete. Unmittelbar hinter dem Signpost Forest liegt der Abzweig zum Campbell Highway.
Dieser wenig befahrene Highway verbindet als 600 km lange Gravel Road (davon sind annähernd 80 km asphaltiert) seit 1968 die Städte Watson Lake und Carmacks.
Campingplätze (7) und vor allem Tankstellen sind hier rar.
Der Anfang fährt sich noch ganz gut und uns begegnet sogar ein Auto! Aber nach ein paar Kilometern ist dann der Asphalt wirklich zu Ende.
Da sich die Strecke teilweise wirklich nicht besonders toll fährt, beschließen wir es fürs erste nicht zu übertreiben und fahren den ersten Campingplatz, den Simpson Lake Campground an.
Unser Stellplatz liegt direkt am See. Neben uns sind noch zwei Fahrzeuge auf dem Campingplatz.
Zum Abendbrot gibt es wieder Steaks und Würstchen.
Spät am Abend kommt noch ein deutsches Ehepaar im Camper, mit denen wir uns ein wenig austauschen. Mit dem Camper ist die Strecke schon ein Risiko und wird sicher eine ganze Weile dauern.
Kurz vor 23.00 Uhr ist der schöne Abend für uns zu Ende.
|
|
||
|
|
|