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REISEBERICHT 11. Tag - Sonntag 09. Juni 2002
Simpson Lake Campground - Ross River - Frenchman Lake Campground
Wir wachen auf, ein schöner Morgen, ich öffne die Tür ...
... und die Hölle bricht los. Mit infernalischem Lärm (so kommt es uns jedenfalls vor) geht unsere Alarmanlage an.
Wie jedesmal haben wir am Abend zuvor sicherheitshalber das Fahrzeug verriegelt. Beim öffnen heute lief wohl irgendwas schief.
Mit hektischer Eile gelingt es uns die Stille wiederherzustellen.
Bis zum öffnen der nächsten Tür ...
Na ja, nun sind alle wach. Unsere Nachbarn (Amerikaner) empfehlen uns das "bloody car" im See zu versenken.
Aber soweit wollen wir dann doch nicht gehen. Bei unserer Abfahrt entschuldigen wir uns nochmal für das Malheur.
Bis zu unserem nächsten Stop am Frances Lake, etwa 90 km weiter, begegnet uns nur ein Lkw, der uns in eine Staubwolke hüllt.
Als wir am See ankommen (etwa 2 km von der Straße entfernt), höre ich nach dem aussteigen ein leises zischendes Geräusch. Da es hier eigentlich keine Schlangen geben sollte,
gilt der erste Blick den Reifen. Bingo! Ein Hinterreifen verliert zusehends an Luft. Ein spitzer Stein ist die Ursache.
Wenn wir hier stehenbleiben findet man uns bestimmt nicht so bald. Also schnell zurück zur Straße
solange der Reifen noch hält.
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Zum Glück haben wir auch das notwendige Werkzeug an Bord. Nachdem wir herausbekommen haben, wie der Wagen sein Ersatzrad hergibt (per drehen wird das Rad an einer Kette herabgelassen),
war der Rest eigentlich kein Problem mehr. Alles in allem dauert unser unfreiwilliger Stop etwa eine Stunde. In dieser Zeit kommt kein Fahrzeug vorbei.
Auch nachdem wir weitergefahren sind, sehen wir für lange Zeit kein Fahrzeug, dass uns zur Not hätte helfen können.
Nur ein einsamer Koyote quert die Straße. Die Landschaft bietet über hunderte Kilometer kaum Abwechslung:
Eine staubige Straße gesäumt von Bäumen auf beiden Seiten. Dahinter verbergen sich ungezählte Seen und Flüsse.
Keine Menschen, keine Häser, keine Tiere. Also nur was für absolute Freaks von Einsamkeit.
Kurze Stopps machen wir an der Brücke über den Lapie Canyon, und am Abzweig nach Ross River und nach Faro.
Im letzten Teil der Strecke ist die Straße wieder ganz gut zu befahren. Nur der Staub bleibt ständiger Begleiter.
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