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REISEBERICHT   16. Tag - Freitag 14. Juni 2002

[Alaska] [AK] Denali National Park - WONDER LAKE SAFARI


Heute heisst es früh aufstehen (gegen 06.00 Uhr), da unser Bus bereits um 07.15 Uhr vom Visitor Centre abfährt. Margit's Befürchtungen (wir sitzen in einem knackevollen Bus nebeneinander und Margit hat 11 Stunden meine Fototasche auf den Knien) scheinen sich erstmal nicht zu bewahrheiten. Der Bus ist so früh am Morgen (man kann ja auch spätere Touren buchen) nur etwa halb voll (19 Personen). Auf dem ersten Teilstück im Park steigen an den Campingplätzen dann noch ein paar weitere Leute zu. Wir schaffen es, die Sitze direkt in der ersten Reihe zu ergattern, so dass wir Ausblick nach vorn und zur Seite haben.

Noch sind wir am überlegen, was uns auf der Tour erwarten wird, welche Tiere wir wohl in welchen Entfernungen sehen werden und ob man einen guten Blick auf den Denali hat, da sehen wir halblinks neben uns eine Elchkuh mit ihrem Kalb. Im Bus herrscht helle Aufregung. Nachdem wir angehalten haben laufen sie auf die Straße und bleiben stehen, um sich bewundern zu lassen. Genial. Inzwischen ist es totenstill, als ob man Angst hat die Tiere zu erschrecken. Das Kalb läuft eine Weile auf der Straße herum, dann verschwinden beide auf der anderen Seite.

Im Bus lernen wir ein nettes Ehepaar aus Versailles etwas näher kennen, mit dem wir schon vor der Abfahrt kurz gesprochen hatten. Da sie nur französisch sprechen, sind sie bei einigen Ansagen des Fahrers dankbar für ein wenig Hilfe. Der Fahrer ist ein cooler Typ und hat unendlich viele Informationen parat, die er während der Fahrt auf lustige Art preisgibt. Auf der Tour zum Wonder Lake legen wir etwa alle 60 bis 90 Minuten eine Pause von etwa 15 bis 20 Minuten ein. Gehalten wird auch, wenn Tiere zu sehen sind, allerdings darf man auf der Strecke den Bus i.d.R. nicht verlassen, sondern nur an den Haltepunkten.

Auf dem Teilstück vor Teklanika sehen wir jede Menge Dallschafe in den Bergen. Danach, im Gebiet um den Polychromepass, sehen wir etliche Karibus . Kurz vor dem Eielson Vistor Centre, unserem Ziel von Morgen, sehen wir noch eine kleine Karibuherde mit etwa 25 Tieren. Leider ist einer unserer Filme in der Kamera mit 300er Tele-Objektiv nicht transportiert worden, so dass uns nun ein paar schöne Tieraufnahmen fehlen.

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Zweites Bild mit Mutter'n
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Zwei Bilder
 

Die Pause am Eielson Vistor Centre dauert etwa 45 Minuten. Von hier kann man (theoretisch) den Denali bereits gut sehen. Für uns bleibt er heute hinter den Wolken versteckt. Die Zeit reicht immerhin, um sich in der Umgebung etwas die Beine zu vertreten. Morgen werden wir uns genauer umsehen.

Auf der Strecke zum Wonder Lake sehen wir ihn wieder, den Haufen vom Tag 14, den wir kurz hinter der Grenze gesehen haben. Auch unser Führer ist sich nicht ganz sicher, ob es sich um einen Nordamerikanischen Baumstachler oder einen Vielfraß handelt.

Zwischen Eielson und Wonder Lake sind weder der Denali noch irgendwelche Tiere zu sehen. Dann haben wir es endlich geschafft und sind an unserem Reiseziel angekommen. Aber auch hier soll unsere Pause nicht lange dauern, denn wir müssen ja wieder zurück. Der See ist zwar sehr schön gelegen aber es gibt Tausende von Mosquitos, die einem wirklich jeden Spass verderben. Zum ersten Mal müssen wir unseren Kopfschutz aufsetzen, denn ist kaum auszuhalten.

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Auf der Rücktour sehen wir mit dem Fernglas in der Nähe des Eielson VC eine Elchkuh mit zwei Kälbern. Enlang der Strecke erspähen wir neben vielen Karibus ein Eisgraues Murmeltier, dass sich auf einem Felsen ausruht. Am Rastplatz an einer Brücke dürfen wir aussteigen und bis zu den Felsen vorlaufen, auf denen unzählige Dall-Schafe sitzen (dass ist eigentlich nicht unbedingt so vorgesehen). Fast am Ende der langen Tour taucht plötzlich vor uns auf der Straße ein Luchs auf. Als er uns wahrnimmt, ist er auch schon weg. Nach etwa einer Minute taucht er nochmal auf, lässt sich kurz bewundern und ist dann ganz verschwunden. Als letzter zeigt sich uns dann noch ein Hase.

Die gesamte Tour ist echt hart. Die Anstrengung über mehrere Stunden in dem Bus zu sitzen, ist nicht zu unterschätzen. Die Pausen sind kurz und die meisten Tiere sind eigentlich auf der Strecke vor dem Eielson VC zu sehen. Insofern ist es aus unserer Sicht nicht unbedingt erforderlich, die Tour bis zum Wonder Lake zu fahren. Die gewonnene Zeit kann man besser für Ausflüge an der Strecke nutzen. Ausnahme: strahlend blauer Himmel. Dann lohnt das Spiegelbild des Denali im See sicherlich diese Tour.

Am Abend streifen wir nochmal durch die Souvenirläden und das Eine oder Andere bleibt an unseren Händen kleben. Zum Abendbrot geht's nochmal in die Pizzeria. Heute gibt es Pizza Calzone, die ist im Vergleich zu gestern etwas günstiger zu haben.


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