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REISEBERICHT 17. Tag - Samstag 15. Juni 2002
Denali National Park - EIELSON VISITOR CENTER TOUR
Unsere heutige Tour beginnt um 07.30 Uhr. Das Wetter spielt mit - es ist strahlend blauer Himmel und die Sonne scheint bereits.
Der Bus startet mit 39 Personen, also schon deutlich mehr als gestern. Unterwegs steigen noch weitere Passagiere zu, so dass wir fast voll sind.
Als wir im Bus sitzen, wieder vorn rechts in der ersten Reihe, stellen wir gerade noch rechtzeitig fest, dass Margit's Rucksack noch draussen steht.
Auf der Tour sehen wir diesmal zunächst etwas weniger Tiere. An der Stelle, an der wir gestern die Elchkuh mit dem Kalb gesehen haben sind wir besonders aufmerksam,
aber natürlich ist heute nichts zu sehen. Zahlreich vorhanden sind wieder die Karibus, die sich in den Tälern und auf den Hängen verteilt haben.
Ab und zu quert ein Tier die Straße oder trabt eine Weile vor uns her. Dall-Schafe sind heute kaum zu sehen.
Der Fahrer eines Busses, der uns entgegenkommt, hat vor zehn Minuten einen Grizzly gesehen.
Als wir an der Stelle ankommen, geben wir uns große Mühe, können ihn aber nicht entdecken.
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Dann sind wir am Eielson VC und wir können ihn sehen. Wir haben einen tollen Blick auf den Denali. Wieviel Glück wir haben sehen wir an einer Tafel im Visitor Center.
Hier sind die Tage im Zeitraum von Juni bis September (gesamt 122 Tage) aufgeführt, an denen der Berg voll zu sehen war:
Zum Mittag gibt es Ravioli, die wir auf unserem kleinen Kocher warm machen.
Demzufolge haben wir heute wirklich riesen Glück gehabt! Da wir heute mehr Zeit haben, beschliessen wir ins Flusstal zu wandern.
Da der Weg nach einer Weile durch immer dichteren Bewuchs führt, dauert der Abstieg etwa eine Stunde. Im Flussbett suchen wir uns ein schönes Plätzchen
und legen uns in die Sonne. Ich versuche nebenbei wie in Kindertagen einen Staudamm zu bauen. Ein genialer Tag. Das schöne dabei, wir sind so gut wie allein hier unten.
Am Himmel sehen wir die ersten Adler. Ein paar Steinadler kreisen über uns.
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Auf dem Rückweg nach oben sehe ich in der Ferne einen mächtigen Elchbullen. Bis Margit dann mit dem Fernglas eintrifft hat er sich leider versteckt.
Vom VC können wir dann doch noch drei Grizzlys beobachten. Allerdings sind sie so weit entfernt, dass wir sie nur mit dem Fernrohr des VC sehen können.
Bis zur Abfahrt unseres Busses haben wir nochmal rund 40 Minuten Zeit, die wir zum sonnen nutzen. In Summe haben wir heute hier fünf Stunden Zeit gehabt.
Das war sicherlich sinnvoller und schöner als unser gestriger Ausflug.
Auf der Rücktour zeigen sich die üblichen Verdächtigen: Elch(kühe), Karibus, Dall-Schafe.
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Wir sind ziemlich platt. Aber wir fahren noch am Abend weiter in Richtung Anchorage, denn es gibt ja noch sooo viel zu sehen.
Je später es am Abend wird, desto größer sind auch in der Regel die Chancen Tiere zu sehen. Nachdem wir fast frontal mit einem Vogel zusammenstossen
läuft uns noch eine Elchkuh mit ihrem Jungen vor's Auto. Aber wir können zum Glück noch rechtzeitig bremsen.
Durch das ständige Umherschauen kommen wir in einer Kurve etwas aus der Spur und zwingen ein uns entgegenkommendes Auto zum ausweichen.
Das war nicht so clever. Im Auto sitzt ein Haufen Halbstarker, die sofort wenden und die Verfolgung aufnehmen. Kurz danach merken wir, dass es sogar zwei Autos sind.
Eins überholt und fährt jetzt vor uns (aus dem Heckfenster werden wir angeglotzt), das andere hinter uns. Mir schlägt das Herz bis zum Hals. Immerhin ist Alaska ja auch Amerika.
Der Wagen vor uns tritt plötzlich voll in die Bremsen, macht eine 180-Grad-Wende und fährt wieder an uns vorbei. Im Vorbeifahren bekommen wir ein paar Stinkefinger gezeigt - aber das war's auch zum Glück.
Ich brauche noch etwa eine halbe Stunde bis ich mich wieder runter gefahren habe.
Die Suche nach einem Campingplatz gestaltet sich heute äußerst schwierig. Einer zum Beispiel wäre bei uns vielleicht als Parkplatz durchgegangen und ist auch noch total voll,
weil alle am Wochenende Angelausflüge machen. Über dem ganzen Gelände hängen Nebelschwaden, so dachten wir jedenfalls von weitem. Aber das waren die Rauchfahnen der unzähligen Grillstellen.
Gegen 23.30 Uhr (es ist noch ziemlich hell) haben wir dann am Susitna River ein akzeptables Plätzchen für unsere müden Häupter gefunden, aber auch hier ist es ziemlich voll.
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