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REISEBERICHT   19. Tag - Montag 17. Juni 2002

[Alaska] [AK] Turnagain Arm - Portage Lake - Seward


Die Sonne kitzelt uns wach. Eine nahegelegene Pumpe auf dem Campingplatz nutzen wir zum Wasser holen um mal wieder unsere Haare zu waschen. Nach dem Frühstück geht es wieder auf den Seward Highway.

In der Touristeninformation in Anchorage haben wir eine Broschüre für den Highway (der Seward Highway führt über 127 Meilen von Anchorage nach Seward) bekommen, in der alle interessanten Sehenswürdigkeiten nach Etappen mit einer Beschreibung entsprechend der Meilen aufgelistet sind. Dazu gibt es je Etappe eine zwar kleine aber gute Karte, in der die jeweiligen Sehenswürdigkeiten eingetragen sind. Diese Broschüre ist wirklich Klasse. Ohne das Ding wäre uns sicher einiges entgangen.
Unser erstes Highlight liegt am Ende der Portage Valley Road. Der Abzweig ist etwa 49 Meilen von Anchorage entfernt.

Die Straße führt zum Portage Glacier, einem der Top-Ziele in Alaska. Auf dem 200 m tiefen Gletschersee (Portage Lake) treiben ständig blauweiße Eisberge und unzählige Eisschollen.

Als wir am See ankommen nimmt uns der Anblick ungelogen fast den Atem. Strahlendblauer Himmel, schneebedeckte Berge, Gletscher und davor das blauweiße Eis. Auf einigen Schollen liegen noch Steine und Geröll von den Bergen. Vom See kommt ein ziemlich kalter Luftzug, der aber den Eindruck nur noch intensiver macht.

Neben dem See sollte aber auch ein Abstecher in das interessante Visitor Center des National Forest Service führen. Innen gibt es viel zu sehen und auch zu erleben.

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Vom Portage Glacier fahren wir etwa 3 Kilometer weiter auf der Portage Road zum Byron Glacier. Die Möglichkeit einer Bootstour auf dem See mit der Ptarmigan lassen wir aus Kostengründen aus. Vom Parkplatz an der Straße kommt man auf einem etwa 2 Kilometer langen Wanderweg auch so ganz gut an den Gletscher heran. An dieser Stelle sei nochmal an Tag 6 unserer Reise, die bewusste Columbia Icefield Gletschertour erinnert. Wenn wir vor fast zwei Wochen schon gewußt hätten, wie leicht man hier an einen wunderschönen Gletscher kommen kann, dann hätten wir uns diese Tour locker geklemmt. Na ja, allen anderen sei der Byron Glacier wärmstens ans Herz gelegt.

Wer fit ist, kann auch das steile Eisfeld hinaufklettern, sich unterwegs in den Schnee legen und sonnen, oben den herrlichen Blick geniessen und dann fast wie auf Skiern wieder hinunter schlittern. Wir lassen es uns gut gehen aber es geht ja noch weiter nach Seward.

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Auf dem Seward Highway geht's dann noch zum Exit Glacier, der zum Harding Icefield gehört. Die Zufahrt (Exit Glacier Road) liegt etwa 6 km vor Seward. Vom Parkplatz, den man nach etwa 15 km erreicht, sind es dann nur noch ein paar Meter (typisch Amerika) bis zum Gletscher. Als wir vor dem Gletscher stehen bricht gerade ein etwa 6 Meter hohes Stück mit lautem Getöse ab.

Die letzten Kilometer sind schnell gefahren. In Seward führt uns unser erster Weg zu den Tourenveranstaltern für die Gletschertouren. Die Entscheidung fällt schwer. So viele Touren, wie wird morgen das Wetter sein und dann noch diese Preise! Die Touren von denen wir uns was versprechen und auf denen man wirklich was sehen und erleben würde kosten zwischen 110 und 120 Dollar (pro Person!). Dazu kommen dann noch Kosten für's Essen. Wir beschliessen auf dieses zwar einmalige doch auch sehr teure Vergnügen zu verzichten, in der Hoffnung, dass wir diese Dinge auf unserer Fährpassage im Prince William Sound sozusagen kostenlos erleben werden, bzw. dann nochmal in Valdez zu schauen.


Als nächstes geht es auf die Suche nach einem Campingplatz. Am südlichen Rand der Stadt finden wir einen RV-Park. Wir stellen uns einfach zwischen zwei riesige Wohnmobile direkt an's Wasser. Die Kosten sind mit 6 Dollar moderat.

Zum Abendessen gehen wir ins   "Chinooks Waterfront"   von dem man einen schönen Blick über den Hafen und die vielen Boote hat. Im Hafen liegt gerade ein riesiges Kreuzfahrtschiff das den gesamten Anblick dominiert. Mit unserem Seafood Saute haben wir zwar etwas daneben gelegen (wenig und teures Essen schön auf einem grossem Teller drapiert), aber das macht nichts. Der Blick entschädigt allemal und es schmeckt ja trotzdem gut.

Als wir zurück auf dem Campingplatz sind, verlässt gerade das Kreuzfahrtschiff rückwärts den Hafen und dreht genau vor uns um 180 Grad. Mit dem Fernglas lässt sich das gesamte Leben auf den einzelnen Decks gut verfolgen.

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Nun noch flugs die Zähne im Hafenwasser geputzt und dann geht's ab ins Bett.


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