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REISEBERICHT   21. Tag - Mittwoch 19. Juni 2002

[Alaska] [AK] Summit Lake CG - Fähre Whittier - Valdez


Aufwachen am Summit Lake. Unsere Vorfreude auf den Prince William Sound wird vom durchwachsenen Wetter eingetrübt. Zunächst fahren wir gegen 10.00 Uhr auf den Gleisen der Eisenbahn (!) durch den Tunnel nach Whittier. Mit dem Pkw kann man glaub' ich erst seit etwa einem Jahr nach einem festen Fahrplan durch den Tunnel fahren. Die Kosten betragen 12 US-Dollar. Bis dahin musste man nach Portage und sein Auto dort auf den Zug verladen lassen.

Nachdem das Wetter auf der Portage/ Bear Valley-Seite schon nicht besonders war, trifft es uns auf der anderen Seite des Tunnels noch härter. Regen und Nebelschwaden verhindern den tollen Blick auf die Berge. Es regnet so doll, dass man auch keine grossen Ambitionen hat, das Auto zu verlassen. Whittier ist allerdings, von den Bergen abgesehen, ohnehin kein touristisches Highlight. So bleiben fünf lange Stunden bis zur Abfahrt der Fähre. Auch ein kleiner Einkauf im Lebensmittelladen kann unsere Stimmung nicht heben. Kaum Angebot, aber dafür gesalzene Preise.

Gegen 15.15 Uhr (mit 30 Minuten Verspätung) legt die Fähre dann endlich ab.

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Während der Überfahrt schwankt das Wetter zwischen "ganz schlecht" und "geht gerade noch so". An Deck ist sehr kalt. Der Regen tut ein übriges einen schnell wieder zu vertreiben. Die einmalige Schönheit der Natur lässt sich nur erahnen. Von der Katastrophe vor fast 14 Jahre ist oberflächlich nichts geblieben.


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Noch mehr Eis
 

Zu allem Überfluss haben wir Stress mit zwei der Kameras. Unsere Leihkamera mit 300er Teleobjektiv (trotzdem einen dicken Dank an Dich, Heiko) funktioniert nun gar nicht mehr. Der Filmtransport wurde erst vor dem Urlaub repariert, hat aber schon wieder seinen Geist aufgegeben.

Immerhin machen wir mit der Fähre sogar ein paar kleinere Abstecher zu einem Vogelfelsen mit tausenden von Tieren, zu Seelöwen und wir nähern uns etwas dem riesigen Columbia Glacier. Allerdings ist er im Wolkendunst nur schwer auszumachen. Aufgrund des vielen Treibeises darf man ohnehin nicht mehr allzu dicht heran. Selbst die Tourenboote können sich diesem Gletscher nicht mehr richtig nähern.

Nach etwas mehr als sieben Stunden kommen wir in Valdez an. Es ist trocken.

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Noch ein Adler
Auf dem Campingplatz (eigentlich RV-Park) direkt in Valdez gelingt uns noch die Beobachtung eines Weiskopfseeadlers, der sich mit einem grossen Fisch vor den ihn verfolgenden Möwen auf einen der benachbarten Bäume rettet. Dem Tier schauen wir, direkt unter dem Baum stehend, fasziniert bestimmt eine halbe Stunde zu. Erst als der Nacken vom vielen nach oben starren langsam steif wird und die Arme die Fotokamera nicht mehr nach oben halten können, geben wir es auf und gehen erst mal warm Duschen. Das erste Mal seit fünf Tagen. Als wir rauskommen, sitzt der Adler immer noch im Baum.


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