Der mit 206.000 t Rohöl beladene Tanker läuft auf ein Riff. 42.000 t Rohöl laufen aus.
Das Öl verseucht die Küste auf 1.300 km Länge und führt in einer der biologisch wertvollsten Meereszonen der Welt zu einer verheerenden Umweltkatastrophe.
Fahrlässigkeit: Der Supertanker wurde vorschriftswidrig vom Dritten Offizier gesteuert, während sich der Kapitän angetrunken in seiner Kabine aufhielt.
Beim Versuch mehreren Eisschollen auszuweichen, kam der 335 m lange Tanker vom Kurs ab und kollidierte mit dem Bligh-Riff.
Dann lief er noch zwei Seemeilen mit voller Kraft weiter, ehe er auf mehreren Felsen aufsetzte. Durch meterbreite Risse und Löcher strömt das Öl ins Meer.
Ökologische Schäden: Der Ölteppich dehnt sich auf einer Fläche von 1.600 km2 aus.
Opfer sind tausende von Fischen, Seehunden, Seelöwen und Walen. Von freiwilligen Helfern werden in den folgenden Monaten 26.000 tote Vögel eingesammelt.
Schätzungen gehen jedoch von 2,6 Mio. verendeten Vögeln aus. Die Küstenfischerei muss völlig eingestellt werden.
1993 wird eine Bilanz der Schäden veröffentlicht. Sie zeigt, dass in der Region die Überlebens- und Nachkommensrate vieler Tierarten stark gesunken ist.
Säuberung: Nach anfänglichen Versuchen, das Ausmaß der Katastrophe herunterzuspielen, übernimmt Exxon die Reinigung der Strände mit einem Aufwand von – nach eigenen Angaben – etwa 870 Mio. Euro. Die 9.000 dabei eingesetzten Arbeiter können nur einen geringen Teil der Küste vom Öl befreien.