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REISEBERICHT 26. Tag - Montag 24. Juni 2002
Boya Lake Park - Meziadin Junction - Terrace - Prince Rupert
Wecken auf amerikanisch. Ein Motor läuft. Einer unserer Nachbarn ist bereits wach. Wahrscheinlich friert er, denn es ist ziemlich frisch draussen.
Na egal - wir sind nun auch wach. Das Wetter ist nicht berauschend, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Also fahren wir los.
Bald darauf nähern wir uns dem Highway #37A, der nach Stewart in British Columbia und in das 150-Seelennest Hyder in Alaska führt.
Unsere Entscheidung, den Boya Lake am Abend vorher zu verlassen um recht früh in Hyder zu sein war allerdings ein Flop.
Als wir gegen 11.00 Uhr am Abzweig in Meziadin Junction ankommen, steht da ein Schild. Und auf dem Schild steht in grossen Buchstaben: "HWY #37A to Stewart CLOSED".
Na Bingo. In der kleinen Hütte der Touristeninformation erfahren wir, dass ein Teil der Straße von einem Erdrutsch verschüttet wurde. Nun ist man gerade dabei, das Ganze zu beräumen.
Man kommt nicht mal bis zum Bear Glacier (unser letzter Gletscher), den wir uns eigentlich auch gern ansehen wollten. Etwa gegen 18.00 Uhr, also in etwa 7 Stunden soll die Straße wieder frei sein.
Wir sind kaum 30 Minuten unterwegs und noch nicht besonders frisch, als uns ein Elch kurz vor dem Auto über die Straße läuft.
Wahrscheinlich hat der gerade auch seine Nachtruhe beendet.
Danach sehen wir am Straßenrand einen Luchs sitzen.
Als wir anhalten trollt er sich ohne allzu große Eile und dreht sich sogar ein paar Mal um.
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Leider nutzt uns das wenig, denn übermorgen fährt unsere Fähre ab Prince Rupert.
Ausserdem, wer weiss schon ob das stimmt und die Arbeiten nicht vielleicht noch drei Stunden länger daueren.
Aber selbst 7 Stunden in Meziadin Junction bei inzwischen strömenden Regen sind sicherlich die Hölle.
Man könnte ja hier nicht mal wandern gehen. Und dann ist da noch das Risiko, wenn wir doch nach Stewart/ Hyder fahren,
dass uns ein erneuter Erdrutsch den Rückweg versperrt und dann wäre unsere Fähre weg.
Also weiterfahren. Über Kitwanga und Terrace geht es in Richtung Prince Rupert.
Das einzige, was man bei diesem furchtbaren Wetter machen kann ist unterwegs ein wenig in den Geschäften zu verschwinden und sich bei Pizza Hut den Bauch ordentlich vollhauen.
In der Umgebung von Terrace soll es etliche sehr seltene weisse Schwarzbären geben. Aber bei dem Wetter finden keine Touren statt. Also fällt das auch aus.
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Dann kommen wir in Prince Rupert an. Auch hier regnet es stark. Wir fahren erst mal zum Park Avenue Campground.
Am Eingang hängt ein Zettel, dass gestern auf dem Campingplatz ein Bär gesehen wurde. Man wird um Vorsicht gebeten.
Immerhin können wir mal wieder richtig warm duschen gehen. Tja grosses Programm ist dann nicht mehr vorgesehen.
Wir sind froh, dass wir wenigstens trocken in unserem Auto sitzen (liegen), auch wenn von innen die Scheiben beschlagen.
Man kann die Fenster nicht mal einen Spalt öffnen, da es sofort reinregnet.
Einzige Ablenkung bietet ein Biberpärchen, das wir direkt aus dem Auto heraus (wir stehen unmittelbar am Wasser) beobachten können.
Allerdings lockt dies auch andere Fotografen an, die nun neben unserem Auto stehen. Ich will versuchen ein Bild von einem Biber zu machen, wenn er mit seiner Kelle auf das Wasser schlägt.
Jedesmal wenn ich das Auto verlasse ist Ruhe. Irgendwann geht mir der Regen auf die Nerven - die Kamera wird nass, also wieder ins Auto. - Platsch. - In dem Moment schlägt er natürlich wieder zu...
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