| 01. | 02. | 03. | 04. | 05. | 06. | 07. | 08. | 09. | 10. | 11. | 12. | 13. | 14. | 15. | 16. |
| 17. | 18. | 19. | 20. | 21. | 22. | 23. | 24. | 25. | 26. | 27. | 28. | 29. | 30. | 31. | 32. |
REISEBERICHT 28. Tag - Mittwoch 26. Juni 2002
Fähre Prince Rupert - Port Hardy - Campbell River
Um 05.00 Uhr ist wecken angesagt. Draussen ist alles grau in grau und es nieselt.
Wir fahren deprimiert zum Fähranleger. Bisher sind noch nicht viele Fahrzeuge da. Aber die "QUEEN OF THE NORTH" steht bereits seit gestern Abend da.
Während der Fährpassage sitzen wir die meiste Zeit in der grossen Lounge vorne am Bug. Hier sind die besten Plätze bereits vergeben.
Aber da ohnehin nicht viel zu sehen ist, spielt das auch keine Rolle mehr. Mit jeder Stunde wird das sitzen anstrengender.
Irgendwie entsteht eine Resonanz zum Motorraum und gerade wenn man sich richtig bequem hinsetzt und seinen Kopf anlehnt, dann wird man (besonders der Kopf) schön langsam durchgeschüttelt.
Wenn man sich umschaut, dann sieht man überall wackelnde Köpfe. Echt ätzend. Rechts vor mir sitzt eine ältere Dame, die versucht dem zu trotzen. Ihr Kopf wackelt in Querrichtung.
Wenn man da längere Zeit hinschaut wird einem echt übel.
|
|
|
|
Alle paar Minuten springn wir auf und gehen ein paar Minuten raus. Das was man bei dem Wetter sieht, lässt erahnen wie einmalig schön diese Tour bei Sonnenschein sein muss.
Einmal sehen wir in der Ferne mit dem Fernglas ein paar Delphine.
An Deck werden von den die Tour begleitenden Rangern drei verschiedene Info-Veranstaltungen angeboten. Eine hören wir uns an.
Die haben sich echt Mühe gegeben. Man erfährt eine Menge Wissenswertes über die Gegend und die Tiere, die hier leben.
Mittags gehen wir zum Lunch Buffet, oder besser Frust Buffet. Wir sind die ersten, die rein gehen und über zwei Stunden später fast die letzten die wieder gehen.
Wir hauen uns den Bauch voll bis wirklich nichts mehr rein geht.
Ein bisschen hat der liebe Gott ein Einsehen und spendiert uns noch einen schönen Sonnenuntergang, den wir uns am Heck des Schiffes ansehen.
Von der Schaukelei ist mir inzwischen richtig übel.
Gegen 23.30 Uhr legen wir nach über 15 Stunden Fahrt in Port Hardy auf Vancouver Island an.
Es ist bereits stockfinster. Man merkt, dass wir wieder im Süden sind.
Es regnet zwar nicht, sieht aber auch nicht besonders toll aus.
|
|
|
|
Unser Ziel ist klar. Wir wollen so schnell wie möglich in Richtung Victoria.
Margit ist zwar totmüde, aber ich fühle mich noch gut, um noch eine Weile zu fahren.
Der erste Teil fährt sich noch ziemlich leicht. Aber dann wird es bergig und es kommen Nebelschwaden auf.
So bin ich gezwungen ziemlich langsam zu fahren. Dazu kommt die Angst, dass jeden Moment irgendein Tier vor einem auf der Straße steht.
Margit bekommt von alldem nicht mehr viel mit.
Sie ist schon nach hinten geklettert und schläft.
Campingplätze scheint es hier nur sehr wenige zu geben. Gegen 01.30 Uhr gebe ich auf und fahre in eine Rest Area.
Die ganze Aktion hat jedoch noch nicht viel genutzt. Das Wetter ist immer noch nicht besser.
|
|
||
|
|
|