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REISEBERICHT 30. Tag - Freitag 28. Juni 2002
Victoria - Fähre Vancouver
Da wir es in die Stadt nicht mehr so weit haben und uns den Weg zur Abfahrtsstelle unseres Bootes schon angeschaut haben,
müssen wir nicht ganz so früh (07.15 Uhr) aufstehen. Heute geht's also mal wieder zum WHALE WATCHING.
Eine Leidenschaft, die ebenfalls in Neuseeland begonnen hat und sich nicht so ganz unkritisch zu sehen ist.
Aber das Verlangen diese riesigen Tiere zu sehen ist einfach zu gross.
Und heute sollen wir ORCAS sehen !!!
Zum Glück haben wir uns mit der Orca Spirit für ein augenscheinlich seetüchtiges Boot entschieden auf dem man auch umherlaufen oder unter Deck gehen kann
und nicht für so ein kleine Zodiac-Gummiboot. Mit uns warten noch sechs weitere Personen (eine ältere Dame mit ihrer Tochter und ein Ehepaar mit Zwillingen) auf die Abfahrt des Bootes.
Unser Führer ist der Meinung wir hätten heute gute Chancen und müssten auch gar nicht lange fahren. Unser Boot legt als eines der ersten ab.
Sollte das so stimmen, dann wäre das Wetter auch egal (es nieselt - was sonst).
Auf der Fahrt zu den Walen bekommen wir von unserem Tourführer eine Menge Informationen über die insgesamt drei "Pod's", die hier im Sommer leben.
Der Gesamtbestand der drei Gruppen (J-, K- und L-Pod), die hier in einem riesigen Areal leben wird auf etwa 80 Tiere (40/20/20) geschätzt.
Heute sind alle drei Gruppen relativ nah beieinander. Und dann kommen sie ...
Unser Boot liegt mitten in ihrer Route und plötzlich tauchen überall Orcas auf. Man weiss gar nicht wo man zuerst hinsehen soll.
Jeder zeigt in eine andere Richtung.
Da der Motor aus ist, ist das Blasgeräusch über weite Strecken zu hören.
Man bekommt fast eine Gänsehaut so intensiv und kräftig ist dieses Geräusch.
Desöfteren hören wir ein lautes Klatschen. Das ist mal wieder einer aus dem Wasser gesprungen.
Echt schwierig, da gerade die Fotokamera hinzuhalten. Der Wasserschleier, der vom Himmel kommt macht es zusätzlich schwierig.
Alles alle an uns vorbeigezogen sind nehmen wir wieder Fahrt auf, fahren im grossen Bogen an den Walen vorbei und legen uns wieder genau in den Weg.
Das machen wir insgesamt dreimal. So können wir uns zwar immer noch nicht satt sehen, aber die Eindrücke sind doch sehr intensiv.
Manchmal schwimmen die Wale nur noch wenige Meter entfernt am Boot vorbei und sie sind ziemlich schnell.
Bei einem Zodiac-Boot können die Leute ein Tier fast schon anfassen, so nah ist es am Boot.
Ein absolut nicht wiederzugebendes Erlebnis und wenn man die Tiere sieht, das Geld absolut wert.
Nach den Informationen die man so bekommt und was man unterwegs so erlebt, hat man auch schon den Eindruck,
dass die kanadischen Veranstalter sich bemühen die Tiere weitestgehend rücksichtsvoll zu beobachten und nicht mit Gewalt versuchen
in die Nähe zu kommen.
Auf dem Rückweg machen wir noch ein paar Abstecher entlang der Küste. Hier kann man Seelöwen, diverse Seevögel und gelegentlich auch Delphine beobachten.
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Zurück im Hafen. Hier ist inzwischen echt viel Verkehr. Über einem starten und landen ständig Wasserflugzeuge, von links und rechts queren die Wassertaxis.
Nach der Rückkehr bleibt uns noch etwas Zeit für Sightseeing und Shopping bevor wir zur Fähre nach Vancouver müssen.
Die Stadt ist ziemlich voll, so dass wir eine Fähre später nehmen. Inzwischen gießt es schon wieder wie aus Kannen.
Die Überfahrt dauert etwa 1:35 h. Die Fähre ist total voll. Alles quirlt durcheinander. Die Ankunft in Vancouver deprimiert schon.
Der Regen will und will einfach nicht aufhören.
Erst mal geht's ins Hotel "Quality Inn Vancouver Airport" zum Sachen packen. Wir müssen viermal gehen bis alles aus dem Auto raus ist.
Im Hotel ist ein Spielcasino. Wenn man aus der Tiefgarage kommt muss man jedes Mal durch das Casino zum Fahrstuhl laufen.
Mit unseren Decken, Isomatten, Taschen und was nicht noch alles fallen wir ziemlich aus dem Rahmen. Das Packen dauert etwa zwei Stunden.
Und obwohl wir (ich insbesondere) wirklich vieles an Klamotten wegschmeißen haben wir echt Probleme alles zu verstauen.
Zum Abschluß fahren wir noch mal zu Pizza Hut, bevor wir gegen 00.30 Uhr tot in die Betten fallen.
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