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A
Bartkauz
Bergziege
Biber
Bison
Borkenkäfer
Braunbär
Buckellachs
Buckelwal
Büffel
Gerfalke
Goldregenpfeifer
Grauwal
Grizzlybär
Grönlandwal
Hecht
Heilbutt
Hering
Hermelin
Hornlund
Hühnerhabicht
Huskie
Kabeljau
Kaiser-Gans
Kanada-Gans
Karibu
Kleine Braune Fledermaus
Königskrabbe
Königslachs
Kolkrabe
Küstenseeschwalbe
Marder
Moorschneehuhn
Moschusochse
Murmeltier
Parry-Ziesel
Pelzrobbe
Polarfuchs
Pollack
Rabe
Rentier
Rotfuchs
Rotlachs
Schneeeule
Schneegans
Schneehuhn
Schneeziege
Schwarzbär
Schwarzschwanz-Maultierhirsch
Schwarzwedelhirsch
Schwertwal
Seebär
Seehund
Seelöwe
Seeotter
Silberlachs
Stachelschwein
Steinadler
Walross
Wapitihirsch
Weißwal
Wolf
Wühlmaus
Zu den faszinierendsten Tieren in Alaska gehört zweifelsohne der Adler, genauer gesagt der Weisskopfseeadler,
mit einer wunderschönen Körperzeichnung (vor allem dem weißen Kopf), einer traumhaften Beweglichkeit und einer Flügelspannweite von zwei Metern.
Sie sind an den Küsten so verbreitet, dass eine Begnung mit ihnen in diesen Gebieten schon fast zum Alltag gehört.
Berühmt ist die Gegend am Chilkat River in der Nähe von Haines. In jedem Herbst treffen hier Tausende von Seeadlern zum Lachsfang (es ist Laichsaison) ein.
In jeder Fichte sitzen dann häufig über zwanzig Tiere und warten auf ihr Mahl. Ihre Gesamtzahl erreicht im November und Dezember gut 4.000 Stück.
Weil die Weisskopfseeadler ein Leben lang die selben Brutbäume benutzen und Jahr für Jahr dem alten Nest eine weitere Schicht hinzufügen,
muß ein ausgewählter Baum nicht selten Nester mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne tragen.
Der Weisskopfseeadler ist die einzige von 28 im Jahr 1996 untersuchten Tierarten, die sich im Prince William Sound nach dem Tankerunglück der Exxon Valdez
wieder erholt hat und den alten Bestand erreicht hat.
Die Goldadler sind im Landesinneren anzutreffen und ob ihrer Größe nicht weniger beeindruckend.
Am Boden sitzend können sie gut und gern eine Größe von einem Meter erreichen.
Gute Beobachtungsmöglichkeiten bieten sich um den Denali National Park.
Der Weißschwanz-Adler kommt ausschließlich auf der Insel Attu in den westlichen Aleuten vor und stammt eigentlich aus Asien.
Die Aleuten-Gans, die kleiner als ihre kanadische Artgenossin ist, war auf den Inseln, die ihr den Namen gaben, bis ins 20. Jahrhundert weit verbreitet,
bis die intensive Fuchszucht fast zur ihrer Ausrottung führte. Nur wenige Tiere überlebten Ende der sechziger Jahre auf einer Insel, auf der es noch keine Füchse gab.
Erst als von einigen anderen Inseln die Füchse entfernt und dort Gänse angesiedelt wurden, erholten sich die Bestände. Im Jahr 1987 lag ihre Anzahl bereits wieder bei etwa 5.800 Exemplaren.
Dieser geflügelte Jäger ist etwa so groß wie ein Uhu und am ehesten in den Rocky Mountains zu finden.
Nach Süden dringt er entlang der Berge fast bis nach Mexiko vor.
Die schneeweißen Bergziegen, die mit den Antilopen des afrikanischen Kontinents verwandt sind, sieht man vornehmlich in den Felsenklippen der Küstengebiete von Alaska und in der östlichen Alaska-Range.
Die Gesamtpopulation wird auf etwa 13.000 bis 15.000 geschätzt. Die Tiere können ein Gewicht zwischen 70 kg und 140 kg erreichen. Die Hörner werden bis zu 30 Zentimeter lang.
Haben wir in Alaska und Kanada gesehen.
In den ausgehnten Wildnisgebieten tummelt sich Nordamerikas grösstes Nagetier, der Kanadische Biber, am liebsten im Wasser der vielen Teiche und Bergbäche.
Die Teiche sind oft ein Ergebnis der eigenen Bautätigkeit.
Wie alle seine Verwandten ist der Kanadische Biber ein hervorragender Dammbauer.
Der Hauptzweck dieser Tätigkeit besteht in der Absicht, den Eingang ihrer Burg unter Wasser zu verlegen.
Der Platz wird dabei sehr gründlich ausgewählt. Als erstes werden Bäume gefällt, die sehr schnell einen Damm bilden.
Der dabei entstehende Teich erleichtert den Antransport der Baumaterialien und auch der Nahrung. Der Wasserspiegel steigt schnell an.
In dem Teich wird dann die Burg aus Stöcken und Lehm errichtet und mit mehreren Eingängen versehen, die unter Wasser zur eigentlichen Behausung führen.
In der Nähe der Burg werden unter Wasser junge belaubte Zweige und Äste versteckt, die als Nahrungsvorrat für den Winter dienen.
Ist der Damm und die Burg fertig werden weitere Bäume gefällt, andere sterben ab, weil die Wurzeln im Wasser stehen.
So wird über die Zeit aus einem Waldstück mit einem Bach ein offenes Gelände mit einer halbaquatischen Vegetation.
Neue Pflanzen und Tiere sind anzutreffen. Aber dieses Ökosystem hat keinen ewigen Bestand. Wenn die Biber in eine andere Gegend übersiedeln,
füllt sich der Teich mit Schlamm und Pflanzen und Tiere wechseln sich wieder ab.
Das Tier ist sehr kräftig und kann ein Gewicht von 30 kg erreichen.
Der Bison stammt nach der Auffassung einiger Wissenschaftler vermutlich von einem indischen Verwandten ab.
Einige der Herden wanderten wohl vor Jahrtausenden von Asien über eine damals noch bestehende pazifische Landbrücke nach Nordamerika,
wo sie sich zum heutigen Bison weiterentwickelten.
Allerdings wurden die Herden im Verlauf der vergangenen 150 Jahre bekanntermaßen so arg dezimiert,
dass sie nur knapp der Ausrottung entgangen sind. Schätzungen gehen davon aus, dass es Mitte des 19. Jahrhunderts noch etwa 60 Millionen Tiere gegeben hat.
Dieses Angebot wurde von den Indianern im Verhältnis nur spärlich genutzt und das obwohl die Tiere vollständig verwertet wurden.
Die Bullen erreichen ein Gewicht von mehr als einer Tonne, eine Widerristhöhe von 1,90 Meter und brauchen gewaltige Futtermengen.
Das funktionierte, weil sie sich flexibel an das vorhandene Nahrungsangebot angepasst haben. Auch hohen Temperaturen im Sommer und den unwirtlichen Lebensbedingungen im kalten Winter trotzen sie erfolgreich.
Mit dem stark behaarten Vorderleib und dem mächtigen Schädel stellen sie sich dem Wind immer entgegen.
Fortpflanzungszeit, einhergehend mit heftigen Rivalenkämpfen, ist im Sommer. Die Kälber werden im Frühjahr geboren. Ihr Gewicht kann in Ausnahmefällen bis zu 32 kg betragen.
Das Kalb steht zwar sofort, aber bis es laufen kann vergehen noch ein paar Tage.
Auf Bisons kann man unter anderem im Wrangell Saint Elias National Park and Preserve treffen. Hier ziehen an den Flüssen Copper und Chitina zwei Herden umher,
die von 20 Tieren aus Montana abstammen, die 1928 hier angesiedelt wurden.
Auf Kodiak werden im Osten der Insel in der Nähe der Pasagshak Bay freilaufende Bisons von einem Viehzüchter gehalten.
In Teilen von Alaska gibt es ohne Übertreibung eine extrem gefährliche Plage, den Fichtenborkenkäfer.
Auf der Kenai-Halbinsel hat sich die Population seit 1989 fast explosionsartig vermehrt. Die kleinen schwarzen Käfer sind dabei weite Landstriche bei lebendigem Leib aufzufressen.
Die Käfer werden durch chemische Substanzen kranker und gestreßter Fichten angelockt und legen ihre Eier unter die Rinde der Bäume.
Daraufhin sendet der Käfer eigene Geruchsstoffe, die weitere Tiere in Scharen anlocken. Die Käfer und Larven fressen sich in das Gewebe der Bäume
und schädigen so die Leitungen für den Wasser- und Nährstofftransport. Als Folge trocknen die Bäume aus.
Jedes Jahr gehen schätzungsweise 20 bis 30 Millionen (!) Fichten auf diese Weise zugrunde. So gestaltet der kleine Winzling ganze Landschaften um.
Die Ursachen für die Plage liegen im Klimawandel. Seit etwa 60 Jahren steigen die Durchschnittstemperaturen in Südzentral- und Zentralalaska.
Die milden Winter und trockenen Frühlinge in den letzten Jahren haben die Überlebensrate der Borkenkäfer enorm erhöht.
Dazu kommen die sehr warmen Sommer, die die B&äume zusätzlich stressen.
Allen Lachsarten in Alaska ist eines gemeinsam. Mit einem unglaublichen Orientierungssinn und erheblicher Ausdauer kehren Millionen Tiere an die Stelle zurück,
an der sie geschlüpft sind, um dort zu laichen und bald darauf zu sterben. Sei es in der großen Masse eines natürlichen Todes oder in den Fängen eines Grizzlybärs oder eines Weisskopfseeadlers oder auch ganz schlicht am Angelhaken.
Durch ihren Tod versorgen die Lachse die mineralienarmen Gewässer mit Nährstoffen - nur so können neue Lachsgenerationen heranwachsen.
Die toten Lachse nehmen die wichtigste Rolle in der Nahrungskette eines Sees ein. Den Algen liefern sie 90 Prozent des benötigten Stickstoffs und
der heranwachsenden neuen Lachsgeneration, die ein bis drei Jahre im See verbringt, bis zu 70 Prozent.
Die zahlenmäßig größte Population weist der Buckellachs auf, der jedoch nur zwischen einem und zwei Kilogramm wiegt.
Auf den Wanderungen zwischen Juni und September wird die Anzahl der Tiere auf etwa 150 Millionen geschätzt. Das Fleisch ist weich und mild.
Zu den Highlights jeder (oder zumindest meiner) Tierbegegnungen zählt die Beobachtung von Walen. Die Angaben für Alaska schwanken zwischen 14 und 18 verschiedenen Walarten.
Nur drei suchen die gut zugänglichen südlichen Küstengewässer auf: Buckelwale, Orcas und Weißwale.
Im Frühjahr kommen die Buckelwale aus den über 4.000 km entfernten Gewässern vor Hawaii in den Norden und verbringen hier den Sommer bis zum September.
Etwa 40 Buckelwale leben im Frederick Sound und etwa 20 in der Glacier Bay und fressen sich ihre Fettreserven für den Winter an.
Besonders beliebt sind Momente, in denen sich 15 Meter lange und 30 Tonnen schwere Körper senkrecht aus dem Wasser schrauben und dann krachend zurückfallen.
Was die Tiere dazu veranlasst - entweder Parasiten auf der Haut, die sie loswerden wollen, oder einfach nur pure Lebensfreude - ist bis heute nicht geklärt.
Gute Futterplätze befinden sich in der Icy Strait und im südwestlichen Teil des Prince William Sound.
Text und Bilder folgen ...
Allen Lachsarten in Alaska ist eines gemeinsam. Mit einem unglaublichen Orientierungssinn und erheblicher Ausdauer kehren Millionen Tiere an die Stelle zurück,
an der sie geschlüpft sind, um dort zu laichen und bald darauf zu sterben. Sei es in der großen Masse eines natürlichen Todes oder in den Fängen eines Grizzlybärs oder eines Weisskopfseeadlers oder auch ganz schlicht am Angelhaken.
Durch ihren Tod versorgen die Lachse die mineralienarmen Gewässer mit Nährstoffen - nur so können neue Lachsgenerationen heranwachsen.
Die toten Lachse nehmen die wichtigste Rolle in der Nahrungskette eines Sees ein. Den Algen liefern sie 90 Prozent des benötigten Stickstoffs und
der heranwachsenden neuen Lachsgeneration, die ein bis drei Jahre im See verbringt, bis zu 70 Prozent.
Aus Sicht des Menschen ist die fünfte Lachsart, der Chum wenig wertvoll. Dabei erreichen auch sie ein Gewicht zwischen fünf und zehn Kilogramm.
Sie dienen daher eher als Nahrung für die Huskies. Diese Lachse legen in ihrem Leben die weitesten Strecken zurück.
Das Dall-Schaf (Alaska-Großhornschaf) ist mit den Großhornschafen der Rocky Mountains nahe verwandt.
Die Tiere wurden nach William H. Dall benannt, einem der ersten Männer, die im Jahr 1866 den unteren Yukon vermaßen.
Kennzeichend sind das schöne weiße Fell und die gebogenen Hörner (eine kompakte Masse aus Haaren und Öl) der männlichen Tiere,
die nicht abgeworfen werden, sondern jedes Jahr um einen Ring wachsen. Weibliche Tiere tragen kleine spitze Hörner.
Ausgewachsene männliche Tiere erreichen ein Gewicht von etwa 80 kg, weibliche Tiere dagegen nur etwa 50 kg.
Trotzdem bewegen sie sich in ihrem Lebensraum, der alpinen Tundra, als großartige Kletterer traumhaft sicher.
Der gute Überblick den sie hier haben bietet einen zusätzlichen Schutz vor Wölfen und Bären.
Die Schafböcke ziehen sich in den Sommermonaten in die hohen Regionen zurück.
Auf den niedrigeren Weideflächen trifft man eher die Mutterschafe mit ihren Lämmern.
In den Chugach, Kenai, Alaska und Wrangell Mountains leben zusammen etwa 60.000 bis 80.000 Dall-Schafe.
Im Denali Nationalpark sind es etwa 2.500 Tiere, von denen wir etliche in den Bergen an der Straße sehen.
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Der Elch, er gehört zu den Hirschen, ist ein Einzelgänger und kann bis zu zwei Meter groß und über 700 kg schwer werden.
Allein das Knochengeweih eines ausgewachsenen Tieres, es wird jedes Jahr in der Brunstzeit abgeworfen und erneuert, kann über 25 kg wiegen.
Die extrem große Nase wärmt die kalte Luft bevor sie in die Lunge gelangt und die ebenfalls großen Ohren warnen vor Feinden.
Die langen Beine erleichtern das Vorwärtskommen im Schnee und Morast.
Die weltweit größten Exemplare leben in Alaska und innerhalb Alaskas auf der Kenai-Halbinsel.
Ein zehn Jahre alter Elch von Kenai hält mit einem Gewicht von 680 kg den Rekord. Das mächtige Geweih hatte eine Breite von 1,80 m.
Die Population in Alaska wird zur Zeit auf etwa 150.000 Tiere geschätzt.
Immerhin ist es uns auch zweimal gelungen ein männliches Tier zu erspähen.
Kein Wunder - täglich werden über zwischen 10 und 25 Kilogramm Zweige von Weiden, Espen und Birken vertilgt.
Der amerikanische Begriff moose stammt aus einem Dialekt der Ureinwohner und bedeutet übersetzt etwa soviel wie: "Der, der kleine Zweige mümmelt".
Während der Brunstzeit im Herbst verzichten die Elchbullen die Nahrungsaufnahme um sich ausgiebig ihrem Harem widmen zu können.
Die Elchkühe bringen jedes Jahr im Mai ein bis drei Kälber zur Welt (wir haben einmal eine Mutter mit zwei Kälbern gesehen), die dann bereits nach dem ersten Lebensjahr von der Mutter verjagt werden.
Die Kälber legen im Rekordtempo an Gewicht zu. Während des ersten Monats bis zu zwei Kilo und im Rest des Sommers zwischen 1,5 und 2,5 Kilo.
Die Tiere leben in relativ kleinen Territorien, vorwiegend in bewaldeten Gebieten zum Schutz vor Feinden.
Die rauhen Lebensbedingungen in Alaska forden trotz guter Anpassung jährlich ihren Tribut. Etwa ein Drittel der Tiere in Zentralalaska überlebt den harten Winter nicht.
Hunderte Tiere werden darüber hinaus im Winter auf Eisenbahntrassen (diese sind in der Regel schneefrei) und im Sommer auf den Straßen getötet. Pro Jahr gibt es auf den Straßen etwa 700 Unfälle mit Elchen.
Auch uns läuft sowohl in Alaska als auch in Kanada desöfteren ein Tier fast vors Auto. Einmal sogar eine Mutter mit Kalb.
Das Fleisch der verendeten Tiere wir häufig an die Einheimischen verteilt. Als Folge wurden in den vergangenen Jahren die Jagdquoten drastisch reduziert und die Zahl der Elche steigt wieder leicht an.
Entsprechend dem Vorkommen gibt es auf der Kenai-Halbinsel ein 1969 eröffnetes Forschungszentrum mit insgesamt sechs Gehegen.
Gute Chancen einen Elch zu sehen, hat man auch am Glenn Highway (Dämmerung) und an der Chena Hot Springs Road.
Ebenfalls gute Chancen bieten sich Denali National Park (Beweis: siehe Tag 16).
Das Erdhörnchen, ein Nagetier, ist ein Winterschläfer, der glatt das halbe Jahr verschläft und dabei auch das halbe Körpergewicht aufzehrt.
Der Herzschlag verlangsamt sich bis auf sechs Schläge pro Minute, geatmet wird nur im Abstand von einigen Minuten und die Körpertemperatur sinkt auf 2°C.
Möglich sind nach zoologischen Untersuchungen sogar Temperaturen bis -3°C.
Erstaunliches am Rande: Wenn man das Tier in der Schlafphase mit einer Nadel in die Pfote stechen würde, dann würde es zehn Minuten dauern, bis es dies fühlt.
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Kommen jeden Sommer aus der Pampa in arktische Gebiete.
Zu den Highlights jeder (oder zumindest meiner) Tierbegegnungen zählt die Beobachtung von Walen. Die Angaben für Alaska schwanken zwischen 14 und 18 verschiedenen Walarten.
Nur drei suchen die gut zugänglichen südlichen Küstengewässer auf: Buckelwale, Orcas und Weißwale.
In jedem Frühjahr wandern Grauwale von der Baja California in Richtung Norden und kehren erst im Winter in den Süden zurück.
Der Grizzly- oder Braunbär, der vor Jahrhunderten noch in ganz Nordamerika anzutreffen war, hat sich heute überwiegend auf das Territorium von Alaska zurückgezogen.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts zählte man noch über 100.000 Tiere. Nur zweihundert Jahre später sind es in Alaska nur noch zwischen 30.000 und vielleicht 43.000 Exemplaren mit einem starken Nord (wenig) - Süd (viel) gefälle.
Im restlichen Teil der USA wird die Zahl auf annähernd 300 Tiere geschätzt.
Der Grizzly ist ein Allesfresser. Hauptnahrungsquelle der Bären im Inland sind überwiegend Wurzeln, Weiden und Beeren und
in kleinerem Umfang Erdhörnchen, Fuuml;chse und anderes Kleingetier sowie im Frühjahr
Kalbsfleisch von Elch und Karibu sofern nicht unachtsame Touristen den Speiseplan mit Dosenessen, Wurst, Keksen und allerlei Leckereien erweitern.
Er erreicht (aufgerichtet) nicht selten eine Größe von mehr als zwei Metern und ein Gewicht zwischen 200 und 300 kg.
Bären in den Küstengebieten werden durch die eiweißreiche Kost sogar über drei Meter groß und über 600 kg schwer.
Die berühmten Kodiakbären auf Kodiak (es gibt hier etwa 3.000 Exemplare), die sich im Laufe der Jahre in ihrer Isolation zu einer eigenen Braunbärenunterart entwickelt haben,
sollen angeblich sogar bis zu 1.000 kg schwer werden und erreichen damit schon die Dimensionen der Polarbären. Pro Bär bleibt so theoretisch eine Fläche von etwa zwei bis drei Quadratkilometern.
Eine vergleichbare "Bärendichte gibt es sonst nur noch im Katmai-Nationalpark und auf Admirality Island.
Der Grizzlybär kann kurzzeitig Geschwindigkeiten von etwa 55 km/h erreichen - wegrennen also zwecklos.
Die Tiere benötigen in der Regel Territorien mit einer Ausdehnung von etwa 50 Quadratmeilen.
Größere Distanzen werden überwiegend nachts zurückgelegt.
Die Tiere sind abgesehen von der Paarungszeit ausgesprochene Einzelgänger und halten keinen richtigen Winterschlaf.
Ein wochenlanger Schlaf ist trotzdem nicht selten. Aber genauso kann es vorkommen, dass ein Tier den ganzen Winter draussen verbringt.
Diese Bären haben dann über ihrem dicken Fell noch einen zusätzlichen Eispanzer und sind entsprechend schwer zu jagen.
Die Tragzeit des Weibchens beträgt mehr als fünf Monate. Im Dezember werden dann je nach Wurf ein bis drei noch felllose und blinde Junge geboren.
Die ersten zwei bis drei Jahre leben sie bei der Mutter. Danach sind sie auf sich allein gestellt. Vor einer Bärin mit Nachwuchs sollte man sich in jedem Fall in Acht nehmen.
Gute Beobachtungsmöglichkeiten gibt es z.b. an den Brooke Falla im Katmai-Nationalpark, auf Admirality Island, natürlich auf Kodiak, im Regenwald des Tongass National Forest in Südostalaska oder im Denali National Park.
Die zahlreichen Tiere (um 200) im Nationalpark sind zwar an die Anwesenheit des Menschen gewöhnt und
auch neugierig, verhalten sich aber noch weitestgehend natürlich. Angst kennt der Grizzlybär ohnehin nicht.
Im Park hat es zwar schon einige gefährliche Zusammentreffen zwischen Mensch und Bär gegeben (seit 1949 wurden 20 registriert), Todesfälle blieben zum Glück jedoch aus.
In Anchorage, einer Stadt, die sich immer mehr auch in Bärenreviere ausbreitet, wurden dagegen zwischen 1995 und 1997 allein 45 Bären erlegt, weil sie Menschen direkt bedrohten oder eine Gefahrenquelle darstellten.
In nur einem Fall kam es in Anchorage zu einem tödlichen Zwischenfall, als 1995 ein Grizzly zwei Jogger angriff.
Bear-Watching ist nicht selten ein streng reglementiertes und teures Vergnügen. Wer z.b. unbedingt die Kodiak-Bären erleben will, wird schnell ein paar Hundert Dollar los.
Unser Highlight mit einem Braunbär erleben wir auf der Halbinsel Kenai. Weitere Exemplare sehen wir im Denali-Nationalpark.
Zu den Highlights jeder (oder zumindest meiner) Tierbegegnungen zählt die Beobachtung von Walen. Die Angaben für Alaska schwanken zwischen 14 und 18 verschiedenen Walarten.
Nur drei suchen die gut zugänglichen südlichen Küstengewässer auf: Buckelwale, Orcas und Weißwale.
Die bis zu 18 Meter langen Grönlandwale, die vorwiegend in den nährstoffreichen arktischen Gewässern leben, dürfen nur von den Eskimos nach festgelegten Quoten gejagt werden.
Zwischen 1848 und etwa 1910 wurden diese Tiere fast ausgerottet.
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Ein Fisch der dicht über dem Meeresboden lebt.
Die Heringe kommen im Frühjahr aus dem Süden in die Fjorde nach Alaska, den Golf von Alaska, bis sie schließlich im Mai in der Bristol Bay sind.
Aus der Größe der Schwärme und der wartenden Fangflotte werden die jährlichen Fangzeiten berechnet. Der genaue Zeitpunkt wird erst ein bis zwei Stunden vorher bekanntgegeben.
Der Heringsrogen gilt in Japan als Spezialität, mit dem sich noch gute Gewinne erzielen lassen. Hier entscheiden manchmal 20 oder 30 Minuten über Wohl und Wehe der beteiligten Fischer.
Fast wie beim Glücksspiel gibt es Boote, die in dieser kurzen zugelassenen Fangzeit 300.000 Dollar Gewinn einfahren, andere gerade mal 300 Dollar. Dafür lassen einige sich sogar per Flugzeug zu den besten Fanggründen lotsen,
um in den wenigen freigegebenen Minuten sofort an der richtigen Position zu sein. Kurz vor dem Laichen gibt es den meisten Rogen und damit den größten Gewinn.
Diesen Zeitpunkt gilt es abzupassen. Sind die Eier erst mal abgelegt worden, ist der Hering faktisch wertlos.
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Bei den Kaiser-Gänsen ist eine im Vergleich zu den Kanada-Gänsen umgekehrte Entwicklung eingetreten. In den letzten zwanzig Jahren sank die Anzahl der Tiere von einstmals etwa 150.000 Ende der sechziger Jahre auf etwa 70.000 Ende der achtziger Jahre.
Etwa 90 Prozent des weltweiten Bestandes brütet im westlichen Alaska, auf den Aleuten und in Sibirien.
Typischer Gänsevertreter in Alaska ist die Kanada-Gans. Die Bestände waren noch in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts vom Aussterben bedroht,
haben sich aber inzwischen wieder gut erholt.
Wir sehen einige dieser Tiere zum Beispiel im Jasper Nationalpark in Kanada.
Karibus gehören zur Familie der Rehe (die Karibuweibchen sind in dieser Familie die einzigen, die ein Geweih tragen) und der gleichen Art wie die Rentiere an und sind klassische Herdentiere.
Ihre Anzahl wird in Alaska auf etwa eine Million Tiere geschätzt, die sich auf im wesentlichen 12 Herden aufteilt. Damit sind sie unter den großen Säugetieren in Alaska die zahlenmäßig größte Gruppe.
Ein ausgewachsener Karibubulle wiegt über 300 kg. Eine Kuh etwa die Hälfte.
Die Tiere sind sehr scheu und ergreifen beim geringsten Anzeichen von Gefahr die Flucht. Die meiste Gefahr droht ihnen von Wölfen,
hin und wieder von einem Grizzlybär und vor allem aber von den Inuit. In frühreren Tagen wurden die Tiere von den Inuit fast vollständig als Nahrung und zur Herstellung von Kleidung, Decken und Zelten verwertet.
Entgegen den Elchen brauchen die Karibus, eher vergleichbar den Bisons, große Territorien in denen sie in Jahreszyklen umherwandern.
Dabei werden täglich Entfernungen von nicht selten 80 km und mehr zurückgelegt. Notfalls werden dabei Hindernisse auch schwimmend überwunden.
Dabei sind die riesigen Hufe eine gute Hilfe. In der Sprache der Ureinwohner bedeutet Karibu soviel wie "kratzende Hufe".
Die Tiere haben sich im Lauf der Evolution hervorragend an die rauhen klimatischen Bedingungen in Alaska angepasst. Ein dickes zweigeteiltes Fell bedeckt jede Körperstelle.
Das Unterfell wird durch ein dichtes, öliges Deckfell geschützt.
Die Karibukühe geben die gehaltvollste Milch in der Tierwelt. Der Fettanteil beträgt 20 Prozent.
Die Jungtiere wachsen und entwickeln sich bei dieser Ernährung enorm schnell.
Bereits nach einer Lebenswoche können Entfernungen von über 30 km zurückgelegt werden. Das ist auch wichtig, da die Herde ständig weiterwandert.
Kranke oder schwache Tiere sind unweigerlich zum Sterben verurteilt.
Trotz der riesigen Herden sind die Tiere u.a. nur im Denali National Park gut zu sehen (können wir aus eigener Erfahrung gut bestätigen), da sich ein Großteil der Herden in unzugänglichen arktischen Gebieten aufhält.
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Nicht zuletzt dank der Königskrabbe zählt Kodiak zu Alaskas bedeutendsten Fischereizentren.
Spitzenexemplare dieser Tiere wiegen locker bis zu 10 kg die Spannweite der Beine kann zwei Meter erreichen.
Trotz immer höherer Fangquoten in den siebziger Jahren stiegen die Preise mit. Bis zum Zusammenbruch der Population 1982 für alle Beteiligten eine wahre Goldgrube.
Allen Lachsarten in Alaska ist eines gemeinsam. Mit einem unglaublichen Orientierungssinn und erheblicher Ausdauer kehren Millionen Tiere an die Stelle zurück,
an der sie geschlüpft sind, um dort zu laichen und bald darauf zu sterben. Sei es in der großen Masse eines natürlichen Todes oder in den Fängen eines Grizzlybärs oder eines Weisskopfseeadlers oder auch ganz schlicht am Angelhaken.
Durch ihren Tod versorgen die Lachse die mineralienarmen Gewässer mit Nährstoffen - nur so können neue Lachsgenerationen heranwachsen.
Die toten Lachse nehmen die wichtigste Rolle in der Nahrungskette eines Sees ein. Den Algen liefern sie 90 Prozent des benötigten Stickstoffs und
der heranwachsenden neuen Lachsgeneration, die ein bis drei Jahre im See verbringt, bis zu 70 Prozent.
Die größte der fünf Lachsarten ist der Königslachs. Die weltweit größten Exemplare leben in den Gewässern vor Alaska.
Die Tiere wiegen im Schnitt 15 bis 20 kg, können aber auch schon mal über 40 kg erreichen. Sie leben etwa fünf bis sechs Jahre im Salzwasser,
bevor sie dann im Süßwasser die beschriebene letzte Reise antreten.
Je länger sie im Meer gelebt haben, desto größer werden sie in der Regel.
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Wer in Alaska einen Luchs zu Gesicht bekommt, ist sicherlich ein richtiger Glückspilz (Das waren wir dann gleich zweimal. Einmal im Denali-Nationalpark in Alaska und
einmal in British Columbia). Die Tiere sind scheu und zudem selten.
Hauptnahrungsquelle sind eigentlich Schneehasen und anderes Kleingetier. In der Nähe von Großstädten werden auch Hühner und Kaninchen erlegt.
In der Nähe von Fairbanks ist einem Luchs wohl auch schon mal eine Hausziege zum Opfer gefallen.
Noch Ende der siebziger Jahre wurden Luchse auf der Halbinsel Kenai gejagt, da ein Pelz bis zu 500 Dollar wert war.
Dies führte zu einem starken Anstieg der Schneehasenpopulation.
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Noch vor Jahrhunderten bevölkerten die Moschusochsen, lebende Fossile aus der Eiszeit, den Norden Alaskas in riesigen Herden.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die mächtigen Tiere von Jägern völlig ausgerottet.
In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden erneut insgesamt 34 Tiere auf der Insel Nunivak im Beringmeer angesiedelt.
Diese stammten ursprünglich aus Grönland. Inzwischen ist der Bestand auf etwa 3.000 Tiere angewachsen.
Die dortigen Einwohner machten sich die Neuansiedlung zu Nutze und gründeten eine kleine Strickwarenmanufaktur, in der Pullover, Schals und Mützen aus der weichen Unterwolle der Tiere hergestellt wurden.
Wenige Jahre später begann J. Teal Jr., ein Student des Arktis-Erforschers Stefansson
in Vermont/ USA mit der Domestizierung der Tiere zu experimentieren.
1964 wurden erste Versuche an der University of Alaska in Fairbanks unternommen.
Zwanzig Jahre später zog Teal auf eine Farm im Matanuska Valley, in dem die Moschusochsen seitdem gezüchtet werden.
Die weiche Unterwolle, von den Eskimos Qiviut genannt, ist etwa achtmal wärmer als eine vergleichbare Menge Schafwolle, kratzt nicht und ist immer noch weicher als feinste Kaschmirwolle.
Die Wolle wächst zum Winteranfang, im Frühjahr werden die Moschusochsen geschoren, bzw. wird die Unterwolle herausgekämmt. Pro Tier erhält man dann vier bis fünf Pfund Wolle.
Verarbeitung und Verkauf (u.a. in Anchorage) finden ebenfalls in Alaska statt.
Die Murmeltiere sind bekannt für ihre gellenden Pfeiftöne, mit denen sie sich und auch andere Tiere bei Gefahren warnen.
Ihre Lebensräume sind Höhlen und Nischen in felsigen Gebieten. Am liebsten liegen sie der Länge nach ausgestreckt auf den Felsen in der Sonne.
Kommen jeden Sommer aus Südamerika in arktische Gebiete.
Zu den Highlights jeder (oder zumindest meiner) Tierbegegnungen zählt die Beobachtung von Walen. Die Angaben für Alaska schwanken zwischen 14 und 18 verschiedenen Walarten.
Nur drei suchen die gut zugänglichen südlichen Küstengewässer auf: Buckelwale, Orcas und Weißwale.
Der markante schwarz-weiß gezeichnete Orca, leider oft auch als Killer-, Mörder- oder auch Schwertwal bezeichnet,
gehört eigentlich zur größten Delphinart. Die bis zu sieben Meter langen Tiere leben in kleineren Gruppen zusammen und sind gut an der markanten Rückenflosse zu erkennen,
die bei einigen Vertretern ein Höhe von über zwei Metern erreichen kann. Gleich mehrere Rudel leben ganzjährig im Prince William Sound.
Im Spätsommer und Herbst schließen sie sich nicht selten zu Verbänden von annähernd 100 Tieren zusammen.
Auf der Nahrungssuche gibt es grundsätzlich nichts, was Killerwale verschmähen. Während die ansässigen Tiere sich im wesentlichen Fisch verschlingen,
bevorzugen die umherziehenden Rudel Seehunde und Seelöwen. Aber auch andere Wale oder sogar mal ein Hirsch oder Elch auf einer Fjorddurchquerung werden erlegt.
Fehlt es an großem Futter werden auch schon mal Seeotter gefressen.
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Die in Alaska beheimatete Robbenart wird allgemein als Pelzrobbe bezeichnet.
Männliche Tiere werden immerhin bis zu drei Meter lang und erreichen dabei ein Gewicht von etwa 200 kg, das beim Kampf um die besten Plätze und die Weibchen,
die deutlich kleiner und leichter sind, eingesetzt wird. Ein guter Bulle bringt es dabei leicht auf über 60 Weibchen in seinem Harem.
Die Bullen fressen den ganzen Sommer über nicht und ernähren sich nur von ihrem gespeicherten Körperfett. Erst ab Mitte August,
auf dem Weg in den Nordpazifik und schon reichlich abgemagert fangen sie wieder an zu fressen.
Zur Paarungszeit kommen jedes Jahr zehntausende Tiere an die Ufer der Pribilof-Inseln. Zuerst die Heuler, dann im Juni die Bullen und weitere Wochen danach die Weibchen,
deren Tragzeit genau ein Jahr dauert. Die Kühe kehren zur Geburt ihrer Jungen immer an den Ort zurück, an dem sie selber geboren wurden.
Ende Oktober schwimmen die Jungen fort und kehren erst nach einigen Jahren wieder.
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Ein Fisch der dicht über dem Meeresboden lebt.
Um die Bestände nicht zu gefährden wurden die Fangzeiten von sechs Wochen bis auf 48 Stunden (siehe auch Hering) gekürzt, so dass es nur wenige Tage im Jahr frischen Heilbutt gab,
den aber wiederum aufgrund des Überangebotes zum Schleuderpreis. 1995 wurde diese Absurdität wieder eingestellt.
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Lebt u.a. auf Kodiak.
Allen Lachsarten in Alaska ist eines gemeinsam. Mit einem unglaublichen Orientierungssinn und erheblicher Ausdauer kehren Millionen Tiere an die Stelle zurück,
an der sie geschlüpft sind, um dort zu laichen und bald darauf zu sterben. Sei es in der großen Masse eines natürlichen Todes oder in den Fängen eines Grizzlybärs oder eines Weisskopfseeadlers oder auch ganz schlicht am Angelhaken.
Durch ihren Tod versorgen die Lachse die mineralienarmen Gewässer mit Nährstoffen - nur so können neue Lachsgenerationen heranwachsen.
Die toten Lachse nehmen die wichtigste Rolle in der Nahrungskette eines Sees ein. Den Algen liefern sie 90 Prozent des benötigten Stickstoffs und
der heranwachsenden neuen Lachsgeneration, die ein bis drei Jahre im See verbringt, bis zu 70 Prozent.
Der Rotlachs gilt allgemein als der Lachs mit dem besten Fleischgeschmack und wird deshalb besonders gern, bevorzugt in den Sommermonaten, gefangen.
Sein Gewicht liegt bei nur etwa drei bis fünf Kilogramm.
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Die größten Tierbestände weisen sicherlich die Schneegänse auf. Jedes Jahr ziehen Schwärme von über 100.000 Tieren von Kalifornien zu den Brutgebieten in Alaska auf der Insel Wrangell.
Dabei wird eine Strecke von über 8.000 km zurückgelegt.
Erstaunlicherweise ist ausgerechnet das Schneehuhn der Nationalvogel Alaskas.
Viele Ortschaften, die in ihrem Namen irgendwie den Teil "Chicken" verwenden (der englische Begriff "Ptarmigan" hat sich nicht durchgesetzt) gehen auf das Schneehuhn als Namensgeber zurück.
Trotzdem bewahrt es das Tier nicht vor davor, ein beliebtes Jagdwild zu sein. Die Tiere sind den Fasanen, Wachteln und Rebhühnern,
die im restlichen Teil der USA vorkommen vergleichbar. Ihre Farbe ist im Sommer braun und im Winter weiß.
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Die im Gegensatz zum Grizzly- oder Braunbär etwas weniger spektakuläreren, weil viel kleineren, Schwarzbären leben in Alaska überwiegend in den Küstenwäldern.
Neben der geringeren Körpergröße ist auch der Kopf deutlich schmaler. Die Bestände werden auf etwa 50.000 Tiere geschätzt.
Trotzdem können die Schwarzbären dem Menschen gefährlicher werden als die Braunbären.
Unfälle mit ihnen sind deutlich häufiger als mit dem Grizzly.
Die Fellfärbung, die den Tieren ihren Namen gibt, kann in einigen Fällen auch hellbraun (selbst im Banff Nationalpark gesehen) oder blaugrau sein.
Insgesamt laufen uns im Urlaub (im kanadischen Teil) 25 Schwarzbären über den Weg.
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Eine der in Alaska am häufigsten anzutreffenden Tierarten (neben dem Karibu) sind die Schwarzwedelhirsche (Sitkahirsche). Geschätzte 150.000 bis 175.000 Exemplare gibt es,
die vor allem die Wälder an der Küste - im Südosten in der Gegend des Prince William Sound und auf Kodiak sowie den umliegenden Inseln - bevorzugen und sich von Strächern und Beeren ernähren.
Die Böcke wiegen etwa 70 kg, die weiblichen Tiere etwa 45 kg.
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Der vollständige Name der Seelöwen lautet eigentlich Steller-Seelöwen, benannt nach dem deutschen Arzt und Naturwissenschaftler Georg Wilhelm Steller.
Steller war u.a. Mitglied der "Großen Nordischen Expedition" von Vitus Bering im Jahr 1741. Im Gegensatz zu Bering überlebte er jedoch.
Seelöwen sowie Seekühe wurden 1742 erstmals von Steller beschrieben. Zur Ausrottung der Seekühe (sie hatten ein sehr schmackhaftes Fleisch) brauchte man lediglich 26 Jahre.
Dem Seelöwen blieb dieses Schicksal zunächst erspart, auch wenn sie auf den Aleuten in Unmengen zu Werkzeugen, Angelschnuren, -haken, Schuhsohlen und Bootsdecken verarbeitet sowie zur Ölgewinnung genutzt wurden.
Doch heute ist auch er nicht mehr weit davon entfernt.
Um 1960 wurde der Bestand im nördlichen Pazifik, im Golf von Alaska und an der Küste der Aleuten noch auf etwa 140.000 Tiere geschätzt.
1960 gab es rund 140.000 Seelöwen. 1985 waren es trotz Einstellung der Jagd in den siebziger Jahren nur noch etwa 68.000 Tiere. Weitere vier Jahre später waren es bereits nur noch 25.000.
In diesem Jahr wurden die Seelöwen auf die Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere gesetzt. Dadurch wurden weltweit rund 66.000 Tiere geschützt.
Trotzdem nimmt die Geburtenrate weiter um jährlich etwa 10 Prozent ab. Auch hier wird die rigorose Überfischung und damit verbundener Nahrungsmangel bzw. Umstellungen als ein möglicher Grund angesehen.
Seelöwen sind Flossenfüsser, deren männliche Tiere ein Gewicht von bis zu einer Tonne erreichen und sich von Fischen (überwiegend Schellfisch) ernähren.
Die Weibchen wiegen dagegen in der Regel deutlich unter 300 kg. Nahrungsmangel, verursacht durch die Überfischung im Beringmeer und im Golf von Alaska,
ist einer der Hauptgründe für den dramatischen Rückgang der Population.
Die possierlichen Seeotter gehören zur Familie der Wiesel und waren ursprünglich an der gesamten amerikanischen Westküste von den Aleuten bis nach Mexiko anzutreffen.
Lange Zeit verhängnisvoll war die Tatsache, dass die Tiere einen der wärmsten, luxuriösesten und haltbarsten Pelze hatten.
Für einen Otterpelz wurden Preise bis zu 5.000 Dollar erzielt.
Die Seeotter waren so u.a. Anlass für russische Promyshleniki in der Mitte des 18. Jahrhunderts auf den Aleuten einzufallen und Otter und Ureinwohner erheblich zu dezimieren.
Frauen und Kinder der Bewohner der Aleuten-Inseln wurden nicht selten als Geiseln gehalten, um die Männer zur Seeotterjagd zu zwingen.
Ermöglicht hat dies u.a. ein dänischer Kapitän, der im Dienst des Zaren stand: Vitus Bering.
Während einer seiner Expeditionen stieß er 1741 auf die Küste von Alaska. Auf der Rückfahrt nach Russland strandete sein Schiff im Sturm auf einer Aleuten-Insel.
Nur wenige der Mannschaft haben nicht zuletzt dank dem Genuss von Seeotterfleisch fast ein Jahr überlebt. Bering selbst starb auf der Insel.
Die in die Heimat mitgenommenen Hunderte von Pelzen lösten einen wahren Pelzrausch aus.
Im Jahr 1803 kehrte Alexander Baranof mit 15.000 Otterpelzen zurück nach Russland.
Kaum vorstellbar - aber noch über 35 Jahre später war die Jagd auf Seeotter der wichtigste Wirtschaftszweig im Pazifik.
Zum Zeitpunkt des Verkaufs von Alaska durch Russland an die USA im Jahr 1867 (zum Preis von 7,2 Millionen Dollar) sind bereits mehr als eine Million Otter getötet worden.
Bis zur folgenden Jahrtausendwende waren die Seeotter fast vollständig ausgerottet und in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts waren kaum noch Tiere zu finden.
Erst 1911 wurde die Jagd verboten. Heute dürfen nur die Ureinwohner noch Seeotter jagen.
Kleinere Gruppen haben auf den westlichen Aleuten überlebt. Bis zum heutigen Tag hat sich der Bestand wieder auf etwa 150.000 Tiere erholt.
Einen größeren Einschnitt gab es im Jahr 1989 im Prince William Sound.
Die durch den Öltanker Exxon Valdez verursachte Ölpest kostete zwischen 3.000 und knapp 6.000 Tiere das Leben (die Angaben schwanken hier).
Heute macht man auch die Schwertwale für den Rückgang der Population in den Aleuten verantwortlich.
Wir haben mal welche in einer Bucht zwischen Skagway und Dyea gesehen.
Allen Lachsarten in Alaska ist eines gemeinsam. Mit einem unglaublichen Orientierungssinn und erheblicher Ausdauer kehren Millionen Tiere an die Stelle zurück,
an der sie geschlüpft sind, um dort zu laichen und bald darauf zu sterben. Sei es in der großen Masse eines natürlichen Todes oder in den Fängen eines Grizzlybärs oder eines Weisskopfseeadlers oder auch ganz schlicht am Angelhaken.
Durch ihren Tod versorgen die Lachse die mineralienarmen Gewässer mit Nährstoffen - nur so können neue Lachsgenerationen heranwachsen.
Die toten Lachse nehmen die wichtigste Rolle in der Nahrungskette eines Sees ein. Den Algen liefern sie 90 Prozent des benötigten Stickstoffs und
der heranwachsenden neuen Lachsgeneration, die ein bis drei Jahre im See verbringt, bis zu 70 Prozent.
In der Gewichtsklasse des Rotlachs (drei bis fünf Kilogramm) bewegt sich auch der Silberlachs, der dieses Gewicht jedoch erst in den letzten drei Lebensmonaten erreicht.
Die Tiere sind sehr schnell und beweglich und scheinen einen sechsten Sinn zu besitzen. Ihre Reise zu den Laichplätzen beginnt erst Ende Juli und dauert bis in den November hinein.
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Allein 70 bis 75 Adlerpaare leben im Denali National Park zwischen Parkeingang und Muldrow Glacier. Ihre Nester bauen sie in unzugänglichen Felsklippen und legen zwei bis drei Eier.
Nur wenige der geschlüpften Jungen schaffen es auch flügge zu werden. Viele verhungern oder stürzen aus den Nestern.
Der Trompeterschwan ist der größte Wasservogel in Alaska. Seine Flügelspannweite kann mit zwei Metern die eines Adlers erreichen.
Dabei bringen ausgewachsene Tiere, die bis zu 30 Jahre alt werden können, gut 20 kg auf die Waage.
Im Jahr 1933 wurden in den USA (Lower 48) noch ganze 33 Tiere gezählt. Die Jagd nach Fleisch, Daunen und Federn hatten fast zur Ausrottung geführt.
Erst gut zwanzig Jahre später wurden in Alaska einige Tausend dieser Tiere entdeckt, so dass der Trompeterschwan Anfang der siebziger Jahre von der Liste der bedrohten Tierarten gestrichen werden konnte.
Im Rest der USA gibt es heute wieder annähernd 2.000 Tiere.
Während einige wenige Tiere (etwa 500) in Alaska überwintern zieht der Großteil der etwa 10.000 Schwäne im Winter in den Nordwesten der Pazifikküste um.
Auf diesen Flügen werden Höhen von etwa 3.000 m und Fluggeschwindigkeiten von annähernd 100 km/h erreicht.
Durch ihre schneeweiße Farbe sind sie zum Gegenstand in Legenden, Dramen und der Musik geworden. Ihr Name stammt von dem trompetenähnlichen Laut, den sie ausstossen.
Gute Beobachtungsmöglichkeiten gibt es im Delta des Copper River (Straße von Cordova zur Million Dollar Bridge).
Hier lassen sich jedes Jahr im Sommer etwa 2.000 Tiere nieder.
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Heimat der Walrosse ist die Insel Round in der nördlichen Bristlo Bay, was die Beobachtung der Tiere für den normalen Touristen natürlich etwas erschwert.
Die dortigen Strände sind ausschließlich für "Männer" reserviert. Zu den "Spitzenzeiten" drängen sich fast 10.000 Tiere,
die immerhin ein Gewicht von fast einer Tonne erreichen können, an den Stränden. Auch wenn die Kolosse am Strand oft sehr behäbig wirken,
bewegen sie sich im Wasser sehr elegant.
Die Weibchen und Jungen bleiben im nördlichen Beringmeer und in der Chukchi Sea. Hier gibt es ausreichend Nahrung für die Tiere.
Wapitihirsche gibt es erst wieder seit den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Alaska, da die Tiere, die im westlichen Teil der restlichen USA weit verbreitet sind,
während der letzten Eiszeit ausstarben.
Ihre heutige Heimat ist vornehmlich die Insel Afognak vor der Nordküste von Kodiak, einige weitere kleine Inseln sowie die Insel Kodiak selbst.
Trotz des sehr unwirtlichen Klimas hat sich der Tierbestand im Laufe der Jahre gut entwickelt. Männliche Tiere erreichen bis zu 450 kg Gewicht.
Bis in die sechziger Jahre hinein wurden die Tiere weiterhin gejagt. Erst als sehr strenge Winter den Bestand arg dezimiert hatten, wurde sie eingestellt.
In den folgenden zehn Jahren hat sich der Bestand wieder erholt und eine Anzahl von etwa 1.300 Tieren (auf Afognak) erreicht.
Auf Kodiak liegt er bei etwa 25 bis 30 Tieren.
Zu den Highlights jeder (oder zumindest meiner) Tierbegegnungen zählt die Beobachtung von Walen. Die Angaben für Alaska schwanken zwischen 14 und 18 verschiedenen Walarten.
Nur drei suchen die gut zugänglichen südlichen Küstengewässer auf: Buckelwale, Orcas und Weißwale.
Eine Gruppe Weißwale hält sich im Sommer im Cook Inlet auf. Dort folgen sie den Lachsen oft bis zur Mündung des Kenai River und in den Turnagain Arm.
Uns blieb dieser Anblick leider verwehrt.
Die bewusste Wahrnehmung der Wölfe in Alaska, einhergehend mit einer positiven Veränderung ihres bis dahin eher negativen Images begann in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts.
In dieser Zeit stellte der Biologe Adolph Murie im Nationalpark Mount McKinley eine langfristige und systematische Studie über das Leben der Wölfe an.
Trotz der Ergebnisse von Muries Studien war die Nationalparkverwaltung weiterhin gezwungen vor allem zum Schutz des Dall-Schafbestandes gezielt die ohnehin seltenen Wölfe zu fangen oder abzuschießen.
Nach Meinung von Murie war der Rückgang des Schafbestandes nicht auf das Wirken der Wölfe zurückzuführen.
Das soziale Verhalten eines Wolfsrudels ist im täglichen Zusammenleben und bei der Beutejagd sehr komplex und ausgefeilt.
Jedes Rudel (mehrere Junge, Jährlinge und erwachsene Tiere) hat ein sogenanntes Alpha-Männchen und -Weibchen.
Die Territorien der einzelnen Rudel schwanken je nach Gegebenheiten zwischen Werten von manchmal nur 500 aber auch über 2.000 Quadratkilometern.
Seit vielen Jahren werden einzelne Wölfe mit Funksendern versehen um die Wege zu verfolgen.
Dabei wurde festgestellt, dass sich die Tiere über mehrere Stunden mit einer Geschwindigkeit von 8 bis 15 km/h durch ihr Gebiet bewegen können.
Einzelgänger legen auf diese Weise an wenigen Tagen Distanzen von annähernd 800 km zurück.
Heute leben in Alaska etwa 6.000 bis 7.000 Wölfe. Allein im Denali National Park sind es 15 Rudel mit etwa jeweils 15 Tieren. Die Bestände sind in guter Verfassung.
Etwa 15 Prozent werden jedes Jahr vornehmlich von Viehzüchtern erlegt. Je weiter man nach Norden kommt, desto weniger Feindschaft wird dem Wolf entgegengebracht, da die Viehzucht deutlich abnimmt.
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