Geschichte


Vor mehr als 200 Millionen Jahren war das heutige Australien Teil der unteren Hälfte der damals zusammenhängenden Landmasse Pangäa. In den nächsten annähernd 135 Millionen Jahren zerfiel Pangäa in zwei neue riesige Kontinente: Gondwanaland im Süden und Laurasia im Norden. Vor 50 Millionen Jahren bildeten sich aus Gondwanaland die heutigen Südkontinente. Lediglich Australien und die Antarktis hingen noch zusammen. Beide Kontinente trennten sich dann vor ca. 40 Millionen Jahren. Die Kontinentaldrift setzt sich auch heute noch fort. Der australische Kontinent bewegt sich pro Jahr um etwa 8 Zentimeter in Richtung Äquator. Die lange Isolation brachte eine einzigartige Fauna und Flora hervor.

Die eigentliche Geschichte Australiens beginnt mit der Besiedlung durch die australischen Ureinwohner, die Aborigines. Nach heutigen Erkenntnissen wanderten sie vor 40.000 bis 60.000 Jahren (hier schwanken die Angaben in der Literatur) von Asien her in Australien ein. Damals existierten die dafür notwendigen Landbrücken zwischen dem asiatischen Kontinent, dem australischen Kontinent und den dazwischenliegenden indonesischen Inseln sowie Neuguinea. Die zu überwindenden Meerespassagen müssen entsprechend kurz gewesen sein, da zu dieser Zeit nur einfache Einbaumkanus zur Verfügung standen. Die bei den damaligen Aborigines vorhandenen nautischen Kenntnisse sind bei den heutigen Generationen völlig verloren gegangen.

Die Besiedlung erfolgte zunächst entlang der Küstenlinien, später dann auch im Landesinneren. Das damalige Australien ist ebenso wie die Bewohner mit dem heutigen nicht zu vergleichen. Die Ureinwohner trafen auf einen bewaldeten und wohltemperierten Kontinent. Der Beginn der so spezifischen australischen Tier- und Pflanzenwelt setzte etwa vor 12.000 bis 13.000 Jahren, mit dem Ende der Eiszeit, ein. Der Anstieg der Meeresspiegel führte zum Untergang der Landbrücken und damit zu einer Isolation des Kontinents. Der Kontinent heizte sich allmählich auf und viele Tier- und Pflanzenarten starben. Aus den Aborigines wurden wahre Überlebenskünstler, die die immer karger werdenden Angebote der Natur zu finden und zu nutzen wußten. Dieses Wissen wurde bis heute weiter gegeben und ist bei einigen Aborigines auch noch vorhanden.

Einschneidende Veränderungen vollzogen sich, wie überall auf der Welt, mit dem Beginn der Besiedelung durch die Weißen. Im folgenden in Stichpunkten ein Abriß der ersten Europäer in Australien:

17. Jahrhundert

18. Jahrhundert

19. Jahrhundert

20. Jahrhundert

21. Jahrhundert



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