Nach einer Legende der Maori soll Taranaki zusammen mit anderen Bergen im Zentrum der Nordinsel gelebt haben. Als er aber mit der Frau des Tongariro, der schönen Pihanga, ein Verhältnis begann, wurde er aus dem Kreis der Bergriesen verbannt.
Vom zentralen Inland wanderte er nach Westen bis zu seiner heutigen Position. Auf seinem Weg hinterließ er einen tiefen Graben. Daraus wurde das Flußbett des Wanganui.
Der Mt. Egmont, benannt nach Earl of Egmont, dem Ersten Lord der Admiralität, hätte fast noch einen dritten Namen bekommen. Der französische Seefahrer und Entdecker Marion du Fresne gab ihm zwei Jahre nach James Cook den Namen Le Pic de Mascarin.
Dieser Name hat sich jedoch nicht durchgesetzt.
Der "Fudschijama Neuseelands", wie ihn viele nennen, ist um das Jahr 1636 zum letzten Mal ausgebrochen. Heute ist er das Wahrzeichen eines fast 340 km2 großen Nationalparks, der sich in einem Radius von ungefähr 10 km um den Gipfel erstreckt.
Die ursprüngliche Fauna und Flora mit zum Teil Pflanzen, die nirgendwo sonst auf der Welt mehr zu finden sind, ist weitgehend erhalten. Der Nationalpark ist aber vor allem berühmt für seine zahlreichen Vogelarten. Beeindruckend ist auch der Regenwald, der an vielen Stellen undurchdringlich scheint. Die Baumgrenze liegt bei etwa 1.150m.
Für den Aufstieg zum Gipfel werden zwischen vier und fünf Stunden benötigt. Der Aufstieg gilt im allgemeinen als nicht besonders schwierig, ist aber wegen des steilen Anstiegs sehr anstrengend. Wer den Berg besteigen will, sollte daran denken warme Kleidung und vor allem auch Regenschutz mitzunehmen, denn das Wetter kann sehr schnell umschlagen.