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Im Zeitraum vom 28. November 1996 bis zum 04. Januar 1997 unternahmen wir eine fünfwöchige Reise nach Neuseeland. Am Abflugtag schneit es in Berlin und es ist ziemlich kalt. So freuen wir uns auf die Fahrt in den Sommer. Uns steht eine ziemlich lange Reise über Wien - Bangkok - Taipeh und Brisbane nach Auckland bevor. Unsere Fluggesellschaft ist die in Taiwan beheimatete EVA AIR. | |
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Unser Reiseziel Auckland, das Tor zum schönsten Ende der Welt, erreichen wir nach insgesamt 25 Stunden Flugdauer am 30. November 1996. Auckland ist die Größte Stadt in Neuseeland und liegt in ständigem Wettstreit mit der Hauptstadt Wellington.
Der Großraum Auckland erstreckt sich über mehr als 30 km von Albany im buchtenreichen Norden bis Papakura im Süden und ist eingebettet zwischen zwei Häfen (Waitemata Harbour am Hauraki Golf und Manukau Harbour an der Westseite). Der Himmel ist bedeckt und es regnet. Aber immerhin beträgt die Temperatur 24°C. Der erste Neuseeländer, den wir kennenlernen, ist ein BEAGLE! (der eifrig unser Handgepäck nach illegalen Lebensmitteln durchsucht und auch tatsächlich etwas findet. |
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Wir haben den Flughafen noch nicht verlassen und schon der erste Schreck! Mein Gepäck ist nicht dabei! Nach einer ersten Auskunft wird es zwei bis drei Tage dauern. Leider werden es dann mehr. Ein Angestellter der Autovermietung holt uns am Flughafen ab. Die Bedienung vor Ort ist sehr freundlich, auch wenn der nette Herr das Fahrzeug nicht besonders gut zu kennen scheint. Wir haben uns für den schon in Australien bewährten Camping Ute entschieden, der alles an Bord hat was man unterwegs so brauchen kann. Während ich mir ziemlich müde die letzten Einzelheiten erklären lasse, ist Margit im Sessel schon fast eingeschlafen. Wir sind beide kaum noch aufnahmefähig nach 36 Stunden Reisezeit und insgesamt fünf Flügen. Endlich geht es ab ins Hotel - und gleich mal auf der falschen Seite gefahren. | |
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Ungefähr vier Stunden nach der Ankunft haben wir endlich unser Motel erreicht. Das Appartement ist eine Kategorie größer als wir gebucht haben - 2 Zimmer, Küche, Bad, Dusche, Telefon, Fernseher, Mikrowelle ... Alles sauber, ordentlich und vor allem ausreichend. Die Entfernung zur City beträgt lediglich fünf Auto-Minuten. Nach einer ausgiebigen Dusche gehen wir erstmal einkaufen. Ein riesiger Supermarkt nach amerikanischem Vorbild liegt fast vor der Haustür. Nach einem reichlichen Abendbrot fallen wir wie tot in die Betten. Ach ja - und ich habe noch immer kein Gepäck. | |
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01. Dezember 1996 Unser erster Spaziergang führt uns bei strahlendem Sonnenschein in den Cornwell Park und zum benachbarten One Tree Hill (maori: Manngakicki). Der Cornwell Park ist die größte Parkanlage der Stadt. Auf über 1,2 km2 wachsen fast alle neuseeländischen Baumarten; darunter Kauri, Rimu, Nikau, Pohutukawa und Palmen. Der benachbarte One Tree Hill ist ein 183m hoher Vulkankegel mit einer einsamen, weithin sichtbaren kalifornischen Monterey-Kiefer. Der Baum soll an die geburt berühmter Vorfahren erinnern. Früher zierte den Gipfel ein stattlicher Totara-Baum. 1855 wurde das Naturdenkmal durch ein Vandalenakt zerstört. Um den Hügel herum weiden Schafe und vervollständigen das friedliche Bild des einstigen Wehrdorfes. Die Spuren der Maoribesiedlung im 17. und Frühen 18. Jahrhundert sind noch deutlich zu erkennen. 4.000 Menschen konnte dieses pa aufnehmen. Der Nachmittag vergeht mit einem Ausflug zum Victoria Park Market. Der Markt ist ein beliebtes Einkaufsrevier für Touristen wie für Neuseeländer. Anfang des Jahrhunderts befand sich hier noch die Müllverbrennungsanlage und Pferdestallungen. |
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02. Dezember 1996 Den Vormittag verbringen wir in Auckland. Auf dem Programm steht ein Besuch von Kelly Tarlton's Underwaterworld. Das Aquarium, das zu den größten seiner Art in der Welt gehört, wurde zu einer der drei bekanntesten Touristenattraktionen Neuseelands gewählt. Gläserne Tunnel führen durch eine faszinierende Welt: Man sieht Haie, Riesenrochen und andere Fische mitten in ihrem Element. Ein weiter Abstecher führen zum Mt. Eden (maori: Maungawhau), dem Krater eines erloschenen Vulkans (insgesamt gibt es im Stadtgebiet mehr als fünfzig) von dem man die ganze Auckland-Region im Blick hat. Da mein Gepäck noch immer nicht da ist, beschließen wir unsere Rundreise trotzdem zu beginnen. |
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Unser erstes Streckenziel heißt Otorohanga - Kiwi Town of New Zealand. Bis zum Jahr 1884 war es jedem Weißen per Gesetz verboten, diese Gegend zu betreten. Das Kiwi House and Native Bird Centre hat den Ort berühmt gemacht. Hier befindet sich einer der wenigen Orte an dem Kiwis (in einem Nachthaus) beobachtet werden können.
Das Vogelhaus besitzt als einziges in Neuseeland eine Brutstation für Kiwieier. Von hier werden die flugunfähigen Tiere in die zoologischen Gärten in aller Welt verschickt. Info - Kiwi Zu den weitern Bewohnern der Farm zählt u.a der australische Maskenkibitze, Keas (die einzigen Bergpapageien der Welt), die bedrohten Ziegensittiche, die ebenfalls aus Australien eingeführten Ypsilonwachteln und kalifornische Schopfwachteln. Die Ypsilonwachteln treffen wir unterwegs oft an den Straßenrändern wieder. Dabei weichen sie den Autos gerade so weit aus, daß der Fahrtwind sie nicht wegbläst. |
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Der nächste Stop heißt Waitomo Caves. Die Tropfsteinhöhlen von Waitomo sind weltberühmt. Zwei der drei erschlossenen Höhlen sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Jede hat ihren eigenen Charakter. Übersetzt bedeutet der Maoriname Waitomo soviel wie "Wasser, das in ein Loch fließt". Ein durchaus logische Namensgebung, schließlich wurden die unterirdischen Gänge von Wasserläufen ausgewaschen. Lange Zeit waren die Höhlen nur den Maori bekannt, die dahinter einen heiligen Ort vermuteten. Erst 1887 berichtete der erste weiße Landvermesser von den schönen unterirdischen Kalksteinformationen, die heute so dramatische Namen tragen, wie "Die Juwelen der Braut" und natürlich berichtete er auch von Tausenden von Glühwürmchenin der Glow Worm Cave, die der Höhle einen eigenartigen Glanz verleihen. Interessanterweise war das Licht der Glühwürmchen 1979 plötzlich erloschen. Eine Untersuchung brachte zutage, daß daran der Atem der Touristen Schuld war, der zu einem erhöhten Kohlendioxyd-Gehalt führte. Daraufhin wurde die Höhle für einige Zeit geschlossen. Heute werden nur noch kleine Gruppen in Abständen durch die Höhle geschleust. Immerhin sind es jährlich noch 150.000 Menschen. | |
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03. Dezember 1996 Heute geht es bei Regenwetter weiter in Richtung Süden. Wir befinden uns auf der Straße von Stratford nach Taumaranui. Die Straße schlängelt sich schier endlos durch grüne Wälder. Irgendwann kommt uns auf der leeren Straße ein Geländewagen entgegen, der uns erst vor wenigen Minuten überholt hat. Das ist schon merkwürdig. Nach ein paar weiteren Kurven sehen wir den Grund: An einer Wegkreuzung ist die Fahrt erstmal zu Ende - ROAD CLOSED. Was nun? Trotzdem weiterfahren oder umkehren? Wenn der Geländewagen schon umdreht, haben wir wohl keine Chance. Aber reicht der Sprit für die lange Rückfahrt? Wie auch immer - die Entscheidung wird uns abgenommen. Während wir gerade beim Wenden sind kommt ein Fahrzeug aus unserer Richtung, den Geländewagen im Schlepp. Beide fahren ohne zu halten am Schild vorbei. Also dann, nichts wie hinterher! Vielleicht weiß da jemand was, was wir nicht wissen. Anfangs geht es gut voran ... Doch dann sehen wir, jedes Schild hat seinen Grund. Die teilweisen enormen Regenfälle in dieser Gegend haben zu beträchtlichen Erdrutschen geführt. Da die Straße über weite Strecken nicht mal befestigt ist, sind wir vor Probleme gestellt. Der einzige Gedanke ist, bloß nicht stehen bleiben. In dem Schlamm kommen wir nie wieder vorwärts. Von den anderen Fahrzeugen ist schon lange nichts mehr zu sehen. Allradantrieb müßte man haben. Alle paar Kilometer treffen wir immerhin auf Arbeiter, die die Straße wieder notdürftig befahrbar machen. Doch nach zwei Stunden Fahrt haben wir es dann geschafft. Wir sind durch und unser Auto ist jetzt braun. |
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03. Dezember 1996 Unsere Fahrt wird häfig durch Tiere aufgehalten: Schafe. Noch 1988 gab es in Neuseeland mehr als 70 Millionen Schafe. Im Jahr 1991 waren es nur noch 60 Millionen. Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, daß immer mehr Farmer die Standortvorteile Neuseelands - die Schafe stehen das ganze Jahr auf der Weide, das Gras wächst fast zwölf Monate im Jahr, die Farmer brauchen daher kaum Futter zu kaufen - auch für die Aufzucht anderer Nutztiere, vor allem Rinder, ausschöpfen. Noch gibt es mehr Schafe als Rinder in Neuseeland, aber die Rinderbestände sind durch die Öffnung der Exportmärkte und aufgrund der Wollpreisschwankungen in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen (auf fast 10 Millionen Tiere im Jahr 1991). Auf der Weiterfahrt in Richtung Lake Taupo kommen wir u.a. an den Huka Falls vorbei. An diesen Wasserfällen, die eher Stromschnellen sind, zeigt sich der mächtige Waikato in seiner ungewöhnlichsten Form. "Huka" bedeutet nämlich Schaum. Schäumend schießt er durch eine 15m breite Öffnung und ergießt sich in ein Becken. Eine Brücke führt über die Fälle und erlaubt die Sicht von oben. |
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Am Nachmittag erreichen wir den Lake Taupo. Neuseelands größter See lockt jährlich unzählige Besucher an. Der 619 km2 große See liegt in einem riesigen vulkanischen Einbruchsbecken: 40 km lang, fast 20 km breit und weit über 100m tief. Nach einem gewaltigen Vulkanausbruch und dem folgenden Einsturz füllte der See die entstandene Vertiefung, durch die Neuseelands größter Fluß, der Waikato fließt. Der Lake Taupo ist ein Synonym für Forellen. Es wimmelt geradezu von regelrechten Monsterforellen, die durchschnittlich 1,5 kg wiegen, auch doppelt so schwere Exemplare sind keine Seltenheit. 1868 wurden die ersten Forelleneier von Tasmanien nach Neuseeland gebracht. Erst 16 Jahre später kam der erste Laich von Regenbogenforellen aus Kalifornien ins Land. In der Folge wurden Zuchtfarmen errichtet und die Regenbogenforellen traten ihren Siegeszug an. Heute werden jeden Tag Tonnen von Forellen aus dem See und den umliegenden Flüssen und Bächen gefischt, aber, und das ist die Besonderheit, nur zum persönlichen Verzehr. Der Handel mit Forellen ist in Neuseeland verboten. Man kann sie demzufolge auch nicht kaufen. In Restaurants kommen sie nur auf den Tisch, wenn die Angler sie mitbringen. |
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04. Dezember 1996 Wir haben die Nacht auf einem Campingplatz (Whakapapa Camp) zu Füßen des Mt Ruapehu verbracht, Neuseelands wahrscheinlich berühmtesten Vulkan. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Tongariro National Park Headquarter und das Hotel Chateau Tongariro. Das 1929 erbaute Luxushotel steht in einer Höhe von 1.127m, ist eines der schönsten des Landes und bietet einen Komfort, den niemand in dieser Einsamkeit vermuten würde. Für alle Fälle geben wir die Adresse des Hotels nach Auckland zum Flughafen durch, denn ich bin noch immer ohne Gepäck. Das bedeutet ich trage die Sachen vom Start unserer Reise am 28. November, die inzwischen einen gewissen eigenen Geruch entwickeln. Durch Zufall treffen wir im Hotel einen netten älteren Herrn, einen Angestellten, der sich für unsere Geschichte interessiert. Sofort kommen wir ins Gespräch und sind zum Tee eingeladen. Alf, so nennt er sich, hat allerhand Stories und gute Tips für die weitere Reise parat. Einige davon können wir uns später sogar zunutze machen. Er verspricht uns, die Sache im Auge zu behalten, denn inzwischen erfahren wir, daß meine Tasche nach Auckland in unser erstes Motel geschickt wurde. Nachdem auch dieser Irrtum behoben ist, können wir angeblich damit rechnen, daß sie morgen da ist. Das Wetter ist leider so schlecht, daß von den umliegenden Vulkanen nichts zu sehen ist. So entscheiden wir uns, daß wir weiterfahren, sobald das Gepäck da ist und auf dem Rückweg nochmal unser Glück versuchen werden. Den Tag verbringen wir u.a. mit einem Ausflug zum nehegelegenen Lake Rotopounamu. Der See läßt sich in weniger als zwei Stunden umrunden. Das Wasser ist glasklar. Außer den Vögeln ist nichts zu hören und die Sonne scheint hier sogar. Die meiste Zeit sind wir allein und können die erste Wanderung richtig genießen. Die Weiterfahrt führt uns ins Thermal Valley. Um uns herum heiße Quellen, Geysire und Schwefelgestank. Die Farbenpracht der Thermalgebiete stammt u.a. von chemischen Elementen und Verbindungen wie Siliziumoxid (weißer Kieselstein), Schwefel (gelb), Eisen (rot), Arsensulfid (grün), Antimon (orange) und Mangan (purpur). |
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05. Dezember 1996 Heute früh 09.30 Uhr habe ich endlich meine Tasche bekommen. Zwar etwas lädiert, aber nun kann der Urlaub richtig losgehen. Wir fahren nach Wanganui auf dem Weg zum Mt. Egmont. Der Name Wanganui, der seinen Ursprung in einer Legende hat, wurde im Laufe der Jahre verstümmelt und bedeutet soviel wie "langes" oder "großes Warten" und bezog sich auf einen Häuptling, der am Fluß sehr lange auf eine Überfahrt warten mußte. Die zwischenzeitliche Umbennung in Lord Peter kam jedoch bei der Bevölkerung nicht an und so blieb es bei dem ursprünglichen Namen. Unser Mittagessen heißt heute Pizza Hut - All you can eat, mit dem Ergebnis, daß uns beiden ziemlich schlecht ist. Und da wir uns auch mit etwas Reiseproviant versorgt haben, hat man an uns sicher wenig verdient. Durch einen Zufall gelangen wir in den Genuß einer kostenlosen Führung durch die Kirche St. Paul's Presbyterian, da wir auf der Straße einfach angesprochen werden, ob wir Interesse hätten. Eine kleine Oase in der Stadt und unbedingt zu empfehlen ist der Virginia Lake mit einer Unmenge an Pflanzen und Vögeln. |
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Am Nachmittag erreichen wir die Tasmanische See im Südwesten der Nordinsel und gehen das erste Mal baden. Unser Lager schlagen für heute auf dem Kaupokonui Beach Camp auf. Wen es nicht stört ohne großen Schnickschnack zu campen, der hat hier mit diesem Camp direkt am Strand einen idealen Platz gefunden. Man befindet sich teilweise direkt am Kliff und kann den Strand überblicken. Wir haben den ganzen Campingplatz für uns alleine und stellen unser Auto hinter eine eine kleine Norfolk Araukarie, die jedoch kaum Schutz vor dem starken Küstenwind bietet. Es ist nicht mal jemand da, der sich für eine eventuelle Bezahlung interessiert. So übernachten wir gern kostenlos und genießen den herrlichen Sonnenuntergang. |
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06. Dezember 1996 Wir erreichen den Mt. Egmont, der sich leider von allen Seiten unter einer Wolkendecke versteckt hat. Zum Glück bleibt er das einzige Highlight unser Reise, daß wir besser von Postkarten kennen. Info - Mt. Egmont Bei unserer Wanderung macht uns das Wetter mit starkem Wind und Regen bereits nach kurzer Zeit einen Strich durch die Rechnung, so daß wir umkehren. Auf dem Rückweg haben wir zumindest für wenige Sekunden einen freien Blick bis zur Spitze. |
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Wir entscheiden uns, die Nordinsel zunächst zu verlassen und fahren in Richtung Wellington zur Fähre. Unterwegs besichtigen wir eine terrassenförmige Befestigungsanlage der Maori in Hawera. Die Turuturu Mokai Pa besteht aus einer Haupt- und fünf Nebensiedlungen,
die alle mit einem Tunnelsystem verbunden sind. Die Anlage, die zu den am besten erhaltenen Zeugnissen voreuropäischer Besiedlung gehört, ist recht eindrucksvoll, aber für den Besucher kaum im Bild festzuhalten. Wir übernachten in der Aotea Lodge in Porirua unweit von Wellington. Im inbegriffenen Whirpool genießen wir den Sonnenuntergang und lassen den vergangenen Tag hinter uns. Für den Swimmingpool im angrenzenden Wintergarten reichen unsere Kräfte dann nicht mehr. |
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07. Dezember 1996 Wir haben telefonisch unseren vorgebuchten Fährtermin vorverlegt. Als wir einchecken wollen, weiß jedoch niemand Bescheid. Der nächste Schreck! Aber nach 10 Minuten Diskussion ist zum Glück alles geklärt und wir dürfern auf die Fähre. Die Fahrt zwischen der Nordinsel und der Südinsel mit einer der modernen Hochseefähren ist mehr als eine gewöhnliche Schiffsreise. In etwa drei Stunden fährt das Schiff an der Skyline von Wellington vorbei, durch die Cook-Straße, umrundet Sinclaire Head und durchquert dann die grünen Marlborough Sounds. Die Verbindung ist ein wahres Nadelöhr für Wirtschaft und Tourismus, gegen das leider nichts unternommen wird. Die Warterei nervt die Touristen, die verständlicherweise weiter und nicht wertvolle Zeit auf der Wartespur verbringen wollen. Selbst Handgreiflichkeiten in den Reederei-Büos sind schon vorgekommen. Aber für diese kleinen Unannehmlichkeiten entschädigt dann die Überfahrt. Auf der Fähre werden in der Regel nur die Anhänger der LKW transportiert. Das Be- und Entladen erfolgt mit winzigen Zugmaschinen. Die Überfahrt kostet uns ca. 620,00 DM (zwei Personen und Fahrzeug, hin und zurück). |