An der Westküste des Parks geht der Granit in ein älteres Marmorgestein über. Die Hochfläche des Takaka Hill (Marble Mountain) zeigt Karstformen, die von der erstaunlichen Wasserlöslichkeit des Marmors erzählen. Als Europäer Mitte des 19. Jh. das Gebiet besiedelten, veränderten sie die Landschaft:
Die natürliche Vegetation mußte vielfach dem Farmland weichen, Baumriesen lieferten Holz für die expandierende Bootsbauindustrie. Erst im Jahr 1942 gelang es engagierten Naturschützern, anläßlich des 300. Jahrestages der Entdeckung durch Abel Tasman, einen Nationalpark einzurichten.
Die Hauptgefahr für diese "Landschaft in Genesung" ergibt sich heute durch die Unvorsichtigkeit der Besucher mit offenem Feuer. Sie führte in den letzten Jahren immer wieder zu gefährlichen Bränden, die große Buschflächen und zahlreiche Tiere vernichtet haben.
Die Hauptattraktion des Parkes ist der 49 km lange, gut befestigte Coast Track zwischen Marahau und Wainui (3-4 Tage sollten dafür eingeplant werden). Wegen der überfüllten Hütten empfiehlt es sich im Sommer ein Zelt mitzunehmen. Einsame goldgelbe Strände mit verträumten Buchten, gesäumt von hohen Farnen und Laubbäumen zwingen förmlich zum Baden und Faulenzen.
Ständig ändert sich die Landschaft: Mal geht es durch dichten Regenwald mit hohen Farnbäumen, mal durch lichten Busch und immer wieder kommt man zu romantischen Stränden und Buchten, die sich fast immer im Sonnenschein präsentieren.
Die Informationen wurden dem REISEFÜHRER NATUR - NEUSEELAND von Matthias Schellhorn entnommen (BLV Verlagsgesellschaft München 1993).